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Miklaus von Münsigen, der ihm 1280 folgte, das Glück, mehrere Jahrevon Ruhe und Frieden zu genießen *).
König Rudolf war nämlich mit Savoyen selbst beschäftigt, dessenEinfluß auf Uechtland und Waadt er vor allem aus schwächen zu müssenglaubte, bevor er sich für die Verwirklichung seiner Pläne in scuen Ge-genden einigen Erfolg versprechen konnte. Mancherlei Zwistigkeiten inBetreff nahe gelegener Besitzungen, beidseitige Vergrößerungssucht undheftige Eifersucht hatten zwischen beiden Fürsten eine Spannung hervor-gebracht, welche vielleicht das hohe Alter und der krankhafte Zustanddes Grafen Philipp eine Zeitlang nicht znm kühnen Ausbruche kommenließen, die aber doch endlich einen offenen Krieg herbeiführte, als Phi-^ lipp's Schwester, die verwittwete Gräfin von Kyburg, bei Anlaß derAbtretung Freiburgs an Rudolf von Habsburg Ansprüche auf die Rechteerhob, die ihr vor 60 Jahren in ihrem Ehebrief auf jene Stadt zuge-sichert worden waren. Rudolf zog mit einem Heere in die Waadt, undbelagerte Peterlingen, welches er durch Hunger bezwäng **). Die Ein-wohner der drei Länder. Zürich, Luzern, Freiburg und Bern mußten demKönige zuziehen, was die Berner wohl ungern thaten, da der Kriegzum Schaden des Hauses Savoyen und gegen eine Stadt geführt wurde,mit der sie übrigens in gutem nachbarschaftlichen Verhältniß lebten***).Durch Vermittlung des Pabstes kam jedoch ein Vertrag zu Stande, ver-möge dessen Rudolf dasjenige wieder an das Reich brachte, was ihmdie Grafen von Savoyen durch unrechtmäßigen Besitz vorenthielten 1).
Der erste Krieg, den die Berner wieder in ihren eigenen Angelegen-heiten führten, wurde auf eine für sie ebenso ruhmvolle als glänzendeWeise beendigt. Die Freiherren von Weissenburg hatten nach dem Er-löschen des Zähringischen Stammes die Reichsunmittelbarkeit erlangt.Rudolf III., Herr zu Weissenburg, Wimmis, Diemtigen, Rothenfluhund Weissenau, der im Jahre 1274 zum Ritter geschlagen worden war,hatte sich bei der Bildung der zwei großen Bundsgenossenschaften, anderen Spitze einerseits König Rudolf von Habsburg, andererseits derGraf von Savoyen standen, der erster« beigesellt. Aus unbekanntenUrsachen brach zur Zeit des Schultheißenamts Ulrich's von Bubenberg1286 11) eine heftige Fehde zwischen der Stadt Bern und dem Freiherr«
*) Schweiz. Geschichtsforscher, i- S. 197.
**) änn->I Lolmsr. TfthUdi ->6 <283.
***) Tschudi
1) tlrk. I-»us»ni>e Älons. lulio snuo 1282.
11) Müller setzt mit tzustinger die Fehde gegen Weissenburg in das Jahr1288 , und giebt dafür als Hauptgrund an, daß Nudolf jenen Zug,wenn er früher stattgefunden hätte, als LandSfricdensbruch zum Vor-