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I. Band.
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durch wohl überdachte Leitung des Kampfes im wichtigsten Augenblickeglänzende Entscheidung herbeiführen möchte. Einen solchen Mann glaub-ten die Berner in der Person des Ritters und Kastlans Ulrich von Er-lach, eines Lehenträgers des Hauses Neuenburg-Nidau, gefunden zuhaben, und Ulrich rechtfertigte die schmeichelhafte Erwartung durch diekräftige That. Am 2. März 1298 beschlossen die Berner und ihre Bun-desgenossen, auf die Kunde hin, daß ein feindliches Heer ganz nahe beider Stadt an dem Donnerbühl*) aufgestellt sei, einen lebhaften aberwohlgeordneten Angriff auf dasselbe vorzunehmen. Mit festem Muthrückten sie aus der Stadt. Das Freiburgische Heer mochte die schnellheranrückenden Berner und die Kyburgischcn und Solothurner Bannernicht erwartet und deswegen wohl auch nicht so strenge Ordnung beob-achtet haben, wie es der Kriegsgebrauch erfordert, darum war esnicht im Stande, die Stellung am Donnerbühl gegen die heranbringendenBerner lange zu behaupten. Einer alten Sage zufolge wurde es sogarvon einer berncrischcn Abtheilung längs der Aar und dem Bremgartenumgangen und in der Seite angegriffen **). Unter solchen Umstandensuchte der Feind vermittelst einer rückgängigen Bewegung in der Richtungvon Bümplitz und Niederwangcn eine neue Stellung am Wangenhügelund Rehaag zu behaupten. Hier aufgestellt bot er den anrückenden Ber-nern ein Gefecht an, welches diese letztem ungesäumt annahmen. Denfeurigen Angriff machten sie nach der Sitte der Zeit unter Hellem Klängelärmender Instrumente ***) und großem Geschrei. Im Jammerthale, inder Gegend von Oberwangen 1), geschah der entscheidende Schlag. DieBerner erfochten hier einen glänzenden Sieg. Die Feinde erlitten aufder Flucht, welche von da in großer Unordnung nur über oder durch dieSense stattfinden konnte, großen Verlust. Die meisten Schriftstellergeben übereinstimmend mit Justinger den Verlust der Besiegten zu 460

*) Der Donnerbühl mag wohl jener nach unserer Ansicht ursprünglichkünstlich angelegte Hügel gewesen sein, der sich mit weniger Unter-brechung vom Weißenstein bis gegen das Brükfcld hinzieht.

**) Siehe hierüber Hallcr's Schweizer-Schlachten. Schlacht am Donnerbühl.

***) Man hat sich oft über die Büke und Nekerlin Schlacher der bernerChron. gestritten. Scherz in seinem hält die letztem für

Söldner, die den Nacken der Feinde schlügen. Zustingcr's Herausgeberfinden mit Recht diese Erklärung sehr gezwungen. Tschudi glaubt,man habe damals die Freikncchte so geheißen. Wir haben mit Joh.von Müller und in Vergleichung anderer Stellen nicht angestanden,hier lediglich schallende Instrumente anzunehmen. Nckherlin warenlärmende Trommeln, Büke vermuthlich Pauken oder etwas ähnliches.Herr von Rodt ist der nämlichen Meinung.

-h) Joh. von Müller l- Bd. Kap. ts. Hallcr's Schweizer-Schlachten.