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I. Band.
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Grcnchen, Wyden und Leugsingen, wie auch im Grindeswald, Lauter-brunnen und Lütschcnthale umfaßte. In dieser neu erworbenen Besitzungbaute Rudolf auf einer Insel in der Aare die Burg Weissenau, welchejetzt an die Stelle der bald nachher zerstörten Bergfeste Rothenflüh trat*).Unspunnen gehörte dem Hause Eschenbach. Der Freiherr von Weissen-burg trug keine Vorliebe für Bern. Das schöne Land am Brienzerseezwischen dem Thale von Jnterlakcn und der Landschaft Oberhasle be-herrschte der Freiherr von Ringgenberg, aus einem Geschlecht, welchesvor andern den Ruf ausgezeichneter Tapferkeit genoß. Im Jahr 1285hatten der Probst Ulrich von Jnterlaken und das Kapitel dem HerrnWalther von Eschenbach und Berchtold seinem Sohne erlaubt, auf einemPlatze neben der Aar, auf Grund und Boden des Klosters, ein Städt-chen mit Namen Jnterlappen zu bauen, welches man später Unterseennannte. Diese Besitzungen blieben beim Hause Eschenbach bis zur Zeitder österreichischen Blutrache. Das freie Reichsland Hasle, mit einerähnlichen Verfassung wie die Waldstätte, war seit 1275 im Bundemit Bern.

Jenem nämlichen Freiherrn Rudolf von Weisscnburg, welcher aufseinen Gütern zwischen dem Thuner- und Brienzersee Weissenburg ge-baut hatte, gehörten am Ausfluß der Simmen, nebst seinem Stamm- *sitze Weisscnburg, Erlenbach, Dicmtigen und Wimmis, welche zusammendie Landschaft Niedersiebenthal bildeten. Im Obersiebcnthal war dieHerrschaft unter verschiedenen mächtigen Häusern der Nachbarschaft, wieWeissenburg, Raron, Strättlingen und Tüdingen, getheilt. Wilde Fehdenentzweiten die unabhängige aber meist rohe Bevölkerung von Wallis.Das Land Frutigen endlich beherrschten gemeinschaftlich die beiden BrüderArnold und Walther von Wädischwyl. Dieses war die äußere Lage derDinge, in der sich der junge Freistaat beim Beginnen dieses Zeitraumszu bewegen berufen war.

n. Kapitel.

VomAnfang des vierzehnten Jahrhunderts bis zum kyburgischen

Brudermord tZ 22 .

Im Anfange des 14. Jahrhunderts sehen wir in Kleinburgund zweimächtige Bundesvereine sich bald in drohender Stellung beobachten, bald,wenn es oft unvermuthete Ereignisse zum raschen Ausbruch geführt hatten,

*) Von Mülinen diplomatische Geschichte der Freiherren von Weissenburg.