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I. Band.
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Verbündeter Gegenüberstehenden nur zu oft zum Frommen gereicht, durchList die Verbündeten zu trennen. Die Schultheißen Konrad von Wiflis-bürg von Freibnrg und Lorcnz Münzer von Bern waren beide an derSpitze ihrer Truppen bei dem Heere. Wie durch Zufall gerieth ein BriefRudolfs von Weissenburg, an den Schultheißen von Freiburg gerichtet,in die Hände des Schultheißen von Bern, in welchem jener ermähntwurde, sich zu rechter Zeit von den Uebrigen zu trennen und über dieBerner herzufallen. Wie sehr sich auch die Freibnrger gegen ein solchesEinvcrständniß verwahren mochten, der Schultheiß von Bern kam vondem ihm eingeflößten Mißtrauen nicht mehr zurück. Nachdem er mitfeiner Schaar abgezogen, zeigten sich auch die Uebrigen des Kriegesmüde, und die Burg Wimmis war für dießmal gerettet *). Im De-zember 1303 ließen sich die Berner sogar, wie es scheint, auf Fürbittedes Lentpriesters und der Mindern Brüder ihrer Stadt bewegen, demPfarrer von Erlenbach denjenigen Theil des geraubten Kirchengcräths,der noch wieder zu finden war, zurückzugeben, wofür er auf jede fernereAnsprache zu verzichten versprach **).

Die von daher rührende Spannung zwischen Bern und Freibnrgbrach nun bald in offenbaren Zwist aus. Bern schloß 1306 ein Bündnißgegen Freibnrg mit Viel ***). Im folgenden Jahre, am Sonntage nachMichaelis 1307, verboten die Berner den Freiburgern förmlich ihre Stadtund allen Kauf. Wenn ein Berner überwiesen wurde, mit Bürgern vonFreibnrg auf irgend eine Weise in Handelsverbindungen getreten zu sein,oder sie zwischen beiden Städten geleitet zu haben, mußte er sogar zweiMonate die Stadt meiden und fünf Pfunde Buße geben 1). Bereitsam 28. Februar hatte Graf Rudolf, Herr zu Nenenburg, sich zu Bernverbürgen, und zwar mit dem Versprechen, innerhalb 14 Tagen seinBürgerrecht zu Freiburg aufzugeben. Wie srüherhin der Freiherr Ludwigvon der Waadt, so hatte er sich indessen vorbehalten, weder nach bür-gerlichen Rechten betcllt, noch vor die Gerichte der Stadt belangt werdenzu können tt). Am Palmtage (9. April) 1308 kam jedoch zu Lanpen einFriede zwischen Freibnrg und Bern zu Stande, in welchem die alte, wieman sich ausdrückte, durch des Teufels Trug zerstörte Freundschaft wieder

*) Diese Geschichte ist erzählt nach Justinger »1 1303. Tschudi 1303und Stcttlcr's Chron. »ck 1303 und Lerrn Schultheißen von Mülincndiplomatischer Geschichte der Freiherren von Weissenburg.

**) Urk. < 1 ° crastino best! diicolsi 1303. Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 182g,S. 644.

*'*) Urk. im Arch., abgedruckt im neuen sckweiz. Museum, n. Jahrg. s. Heft.

st) Soloth. Wochenbl. Jahrg. 1828, S. 458.stch) Urk. im Archiv.

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