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zur Willfahr geneigter zeigte, in eine Verschwörung mit Walther vonEschenbach, Rudolf von Balm, Rudolf von Wart und Konrad vonTegerfelden ein, deren Absichten zufolge der König sein Unrecht mit demLeben büßen sollte. Da nun ein letzter Versuch, Albrecht am Morgendes 1. Mai 1308 durch den Kurfürsten von Mainz und den Bischof vonKonstanz zur Herausgabe der Güter zu bewegen, fehlschlug, reifte derEntschluß der Verschworenen schnell zur grauenvollen That heran. Dennals der König, nachdem er es vergeblich versucht, seinen finstern Unmuthzeigenden Neffen an der Tafel durch Kränze und treffliche Speisen zuerheitern, am Nachmittage desselben Tages mit seltenem Frohsinn vondem Stein zu Baden seiner von Rheinfelden her kommenden GemahlinElisabeth entgegenritt, wurde er bei der Uebersahrt von Windisch, unterdem Vorwande, daß der Kahn nicht allzu sehr beschwert werden dürfe,durch die Verschworenen von den übrigen Begleitern, unter denen sichder aus den Ländern vertriebene Vogt von Landenbcrg, der in Oesterreichverhaßte Eberhard von Waldsee, Graf Burkard von Werdenberg, derHerr von Grinsenberg nebst den angesehensten österreichischen Räthen undvielen anderen Herren und Dienern befanden, getrennt. Auf dem Stamm-gute, in dem Eigen auf dem großen Kornfelde, unten an den Hügeln,auf denen Habsburg liegt, sank Albrecht unter den MeuchelmörderischenStreichen seines Neffen, Eschenbach's und Balm's zusammen. Wart bliebbei dem entsetzlichen Anblicke betäubt. In dem Schooße eines herbeieilen-den armen Weibes hauchte der gewaltige König der Deutschen seine nichtgewöhnliche Seele aus. Von den Getreuen des Fürsten, wie von ihremeigenen Gewissen gleich rastlos verfolgt, ergriffen die Mörder alsobaldnach der That von allen Seiten die Flucht *).
Mit Blitzesschnelle verbreitete sich die Kunde von der entsetzlichenThat durch alle helvetischen Länder vom Rheine bis an die Alpen. DieBesorgniß vor einem tiefliegenden Plane zu einer allgemeinen Empörungerfüllte überall die Gemüther mit Bangigkeit. Jeder suchte sich vor Scha-den zu bewahren. Die Berner hielten sich jedoch dießmal für stark genug,einen besondern Schirmherr« zu entbehren. Nichts desto weniger trafensie einige kräftige Maßregeln zu ihrer Sicherheit. Acht Tage nach demTode des Königs **) übergab ihnen Herr Otto von Straßberg, bishe-riger Reichsvogt in Burgundien, die Burghut von Laupen zu Handen
*) Joh. v. Müller/ Gesch. der Schweiz.
**) Der Brief ist datirt vom nächsten Mittwoch nach St. Walpurgenmesseim Meyen. St. WalpttrgiSmcsse wurde aber gefeiert am l22. Tage, alsoam 2. Mai 1Z08. Da aber nun der erste, der Tag der Ermordung Al-brecht's, ein Mittwoch war, so muß es der zweite Mittwoch im Mai,mithin der 8 te gewesen sein.