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auf dem Gebiete der Herren verfolgt wurden. Die Mäßigung, welche siein diesen. Verhandlungen gezeigt hatten, war nämlich den Bernern vonihren Nachbarn, wie dieses von hochfahrenden und leidenschaftlichen Men-schen meistens zu geschehen pflegt, als Furcht ausgelegt worden, wodurchdie Achtung die man bis jetzt überall vor ihnen hatte, in hohem Gradegeschwächt worden war. So neckte man sie unter Andern: mit demhäßlichen Loche, welches die Grasen von Nidau und von Kyburg in ihrekaiserliche Freiheit, Bürger anzunehmen, gemacht haben. Die Langmuth,die sie bei dieser Gelegenheit zeigten, hatte nur das Entstehen schmäh-lich gegen sie gerichteter Sprichwörter zur Folge *).
Als indessen zur Kenntniß der Werner gelangte, daß sich zu Frei-bürg eine bedeutende Anzahl Bewaffnete sammle und Graf Gerhardvon Valengin im Namen des Kaisers viele Truppen anwerbe, als sogarder sehr wachsame Vogt von Laupen, Anton von Blankenburg, dem Rathemeldete, daß Anschläge auf Laupen im Gange seien, so glaubte man,es sei hoch an der Zeit diesen Ort in gehörigen Vertheidigungszustandzu setzen. Die Besatzung von 200 Mann, welche sich bereits daselbstbefand, wurde noch um 400 Mann vermehrt, und damit die Einge-schlossenen des Entsatzes um so gewisser seien, von je zwei Brüdern einerdahin abgeschickt. Den Oberbefehl über diese Besatzung ertheilte mandem Ritter Johann von Bubenberg dem jüngern, ältestem Sohn desregierenden Schultheißen Johann von Bubenberg des ältern. Ihn beglei-teten als angesehene Unterbefehlshaber der Venner Rudolf von Muhlern,der bekannte Werkmeister Burkard, Hans Neukomm und Peter Kentsinger,Mitglieder des Raths. Dem Schultheiß, dem Rath und der Gemeindeschwuren die Abgesendeten Sieg oder Tod. Derselbe Schwur wurde inLaupen dem Vogt, dem Hauptmann und dem Venner widerholt.
Noch gaben jedoch die Berncr nicht jede Hoffnung auf, den schwerenKampf durch Unterhandlungen zu vermeiden und wenigstens einige ihrerGegner, wie den Grafen Eberhard von Kyburg und andere, von demfeindlichen Bündnisse zu trennen. Bald schwanden indessen auch dieseletzten Hoffnungen. Unter dem Vorwande des dem Kaiser schuldigenGehorsams, erhielten sie nur ausweichende oder abschlägige Antwort.Selbst der Versuch, die alte zähringische Schwester Freiburg von derMitwirkung zum Untergänge Bern's abzuhalten, hatte keinen bessernErfolg. Vergeblich machte man bei der Zusammenkunft zu Blamatt dieFreibnrger auf alles Unglück aufmerksam, welches diese Verschwörungdes Adels für alle Städte herbeiführen müßte, vergeblich ersuchte mansie dringend zwischen den Partheien einen für beide gleich ehrenvollen
) Bist du von Bern, so demüthigst du dich gern.