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zu schlagen, und verfolgten die bernerischen Reiter mit mehr Eile als Be-hutsamkeit. Als sie nun auf dieser Verfolgung bis in die Gegend gedrun-gen waren, wo von Erlach seinen doppelten Hinterhalt verborgen hatte,gab er mit dem Schwerte das verabredete Zeichen, und wandte sich mitder ihn begleitenden Schaar rasch um, die Freiburger anzugreifen, welche,
' da die verborgenen Truppen schnell aus dem Walde hcrvorrückten, sich
von allen Seiten bedrängt sahen, und so gut als möglich die Flucht er-griffen. Die Berner aber verfolgten sie ungesäumt bis zu den Thoren,wo viele von ihnen nicht schnell genug hineinkommen konnten, und dahereuif's Aeußerste ermüdet in der Saane ihren Tod fanden. Solchergestalterlitten die Freiburger vor ihrer eigenen Stadt einen weit empfindlichemSchaden, als selbst am Tage von Laupen, da ihnen nach ihrem eigenenGeständnisse bei 500 ihrer Bürger und Einsassen erschlagen wurden *).Auf dem Rückwege eroberten und zerstörten die Berner noch das festeSchloß Kastel, welches sie bereits im Gümminen-Kriege eingenommenhatten. Endlich trafen sie mit reicher Beute beladen wieder in Bern ein.Es verflossen indessen keine 14 Tage, so drängte die Meinung in derBürgerschaft schon wieder zum Kriege gegen Freiburg, in der Hoffnung,' denselben ein- für allemal zu beendigen. Es fand daher ein neuer Aus-
marsch statt, in welchem die Vorstadt von Freiburg, die Galtern, er-stürmt und in Brand gesteckt wurde; und die Freiburger kamen durch dasFeuer, dessen Rauch der Wiud über das Wasser in die Stadt trieb, unddie gleichzeitigen kühnen Angriffe der Krieger so sehr in's Gedränge, daßviele Einwohner bereits ihre beste Habe zum oberen Thore hinausflüch-tetcn und die Zerstörung ihrer Stadt zu erleben befürchteten. Ja, diesewäre wohl nicht abzuwenden gewesen, hätten nicht zwei entschlosseneBürger die Deckbäume der Brücke, welche über der Saane steht, raschabgeworfen. Nachdem die Berner der feindlich gesinnten Stadt solch un-geheuern Schaden zugefügt, zogen sie sich wieder zurück, und zwar nichtohne ihrerseits erlittenen empfindlichen Verlust, da die freiburgischen Arm-brustschützen ihnen eine Menge der Ihrigen übel verwundet hatten **).
» Doch sollte nicht die alte Bundsgenossin allein für die verletzte Treue
büßen, sondern auch die anderen Nachbarn für die ewigen Neckereien ge-züchtiget werden, womit sie sich an den Bernern und ihren Angehörigenvergangen hatten. Daher dehnten die letzteren im folgenden Mai ihreStreifercien auch in das Gebiet des Grafen Eberhard von Kyburg, indie Gegend von Signau und Langnau und von da bis gegen Burgdorf
*) Tschudi und Ryhiner geben nur 4oo Mann an. Justinger und der Ver-fasser des proclii I-auxenz!, 700; wir nehmen hier mit dem Lbroo. <t«Lern» 500 an.
**) Justinger. Tschudi.