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I. Band.
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Bürgern von Freiburg und Bern verabreden und schicklich finden würde.Die Königin Agnes und der österreichische Vogt Burkard von Ellerbachsetzten ihre Siegel bei *).

Am St. Michaelsabend (28. Sept.) erklärte sich indessen Freiburgdurch einen Brief von Blamatten, daß es einstweilen nur den Waffen-stillstand annehmen, und denselben während der im Vertrage bestimmtenZeit für sich, seine Bürger und Bundsgenossen getreulich halten wolle,wobei es jedoch Ludwig von Savoycn, Freiberrn der Waadt, den GrafenRudolf, Herrn zu Neuenburg, und seinen Sohn Ludwig, Peter zumThurm, Herrn zu Gestellen in Wallis, und ihre Angehörigen, nebst HerrnJohann von Wolkeswyl, Ritter, vorbehielt, welche in diesem Vertragenicht inbegriffen seien. In Betreff der Gefangenen sollte es beim Aus-spruche der Königin Agnes sein Bewenden haben **).

Durch diese Annahme von Seite Freiburg's schien für Uechtland'sRuhe wenigstens auf fünf Jahre hinlänglich gesorgt zu sein; indessenbrach der Krieg, als man es zum wenigsten erwartete, noch in demselbenJahre wieder in helle Flammen aus. Graf Eberhard von Kyburg hattenämlich nach Michaelis 1340 einige Waffenknechte nach Thun verlegt, alsob er denselben eine feindselige Bestimmung gegen Bern geben wollte. Einesolche Verfügung war aber den Vertragen vom Jahre 1323 zuwider, wel-chen zufolge die Stadt Thun an den Fehden des Grafen von Kyburggegen Bern keinen Theil nehmen sollte. Demnach hielten sich die Wernernicht lange mit Verwahrungen auf, sondern zogen alsogleich mit starkerMacht vor Thun, das sie sofort rüstig und unverdrossen angriffen. Alleinsie fanden hier mehr Widerstand, als seit langer Zeit bei irgend einemfesten Orte, dessen Eroberung sie versucht hatten. Bei einem abgeschla-genen Sturme erlitten die Werner großen Schaden; und da sie gleichzeitigdurch den Freiherrn von Kramburg von der Absicht der Freiburger Kundeerhielten, in kurzer Zeit einen Einfall in das Gebiet der Berner zu ver-suchen, so zogen sie »«verrichteter Dinge ab, und kehrten nach Hausezurück. Dieser Einfall fand denn auch gleichzeitig unter Anführung desnämlichen Burkard's von Ellerbach statt, der den Frieden der KöniginAgnes unterhandelt hatte, und setzt an der Spitze von 200 Pferden undeines Haufens Fußvolk in das Dorf Köniz eindrangt und, nachdem seinHaufe daselbst eine ansehnliche Beute gemacht, sich bis in die Nähe derStadtmauern wagte, in der Hoffnung, die Stadt von aller Mannschaftentblößt zu finden. Als indessen die Freiburger die zurückgebliebenen

*) Urk. abgedruckt im Soloth. Wochenbl. Jahrg. 1826 , S. 4ti.

**) Schreiben Freiburg's. Blamatt's am Michaeli's Abend, 28. Sept. tZäo.Soloth. Wochenbl. Jahrg. 182 «, S. 475.