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Bern, der sich im Walde bei der dem Schnabel von Grüncnberg gehö-renden Schnabelburg, obenher Mclchnau, versteckt hatte,'den Augenblick,wo die Burgknechte zirm Holzsammeln ausgegangen waren, »U sich imDunkel der Nacht unter das Thor zu schleichen, welches sie mit Gewaltoffen behielten, bis die Ihrigen herbeikamen, und so die Burg erobernkonnten, welche alsobald verbrannt ward. Friescnberg', eine Burg Pe-ters von Mattstetten, Dienstmanns von Kyburg, vertheidigten Peter-mann von Thorberg *) und Kraft von Burgenstcin, dieser letztere beimAnzug der Vcrner zur Unterhandlung geneigt, der erstere aufs äusserstedagegen gestimmt. Aber wahrend ihres heftigsten Wortwechsels selbsterstürmten die Berner die Feste, warfen beide Edelleute über die Mauerhinaus und machten die ganze Besatzung nieder. Ein ähnliches Schick-sal erfuhren die Burgen Schwanden und Schweinsberg. Weniger Glückhatten die Verbündeten vor Ölten, welches der Bischof von Basel demletzten Grafen Rudolffvon Nidau verpfändet, von dem es erbsweise anKyburg gelangt war. Ein plötzliches Gewitter, mit starkem Hagel ver-mischt, zwang die Berner zum Rückzüge, weßwegen der Glaube derZeit diese Naturerscheinung den Künsten einer Here zusprach, welcheman bei dem Grafen Berchtold auf der -Mauer gesehen haben wollte.Hingegen ergab sich Peter von Normoos mit den Seinigcn und der FesteGrimmenstein nach einem kurzen Widerstände an Bern**).
Im darauf folgenden Winter unternahmen Graf Berchtold mit denGrafen Simon und Hans von Thierstein und seinen Leuten von Burg-dorf, denen er kürzlich, sei es um Geld oder aus Gunst, mehrere Frei-heiten, wie den Zoll, das Recht, die Bußen Um unrichtiges Maß undGewicht, welche bisher dem Grafen verfielen, an das Stadtgut zu zie-hen, und das Recht, ihre Allmende und ihr Gemeingut zu vcräussernund zu versetzen, geschenkt hatte, einen Zug gegen Rötenbach. Alleinan dem zur Wehre des Thals errichteten Zaun erwartete der größteTheil der tapfern Landleute, nachdem sie die Feigen zu Hause gelassen,den Feind mit so unverzagter und hartnäckiger Gegenwehr, daß diesermit bedeutendem Verlust an Todten und Verwundeten den Rückzug er-greifen mußte. Aus diese Weise wurde von Seiten Bern's und Solo-thnrn's, die von den Eidgenossen Hiebei öfters mit Mannschaft unter-stützt wurden, der Krieg mit beständigen Strei'fzügen auf eine für denGrafen von Kyburg, höchst nachtheilige Weise bis in das Jahr 1384fortgesetzt, wo die Berner in den Fasten die Burg Trachselwald berenntcn,und den Eigenthümer derselben, Bupkarden von Sumiswald, einen
*) Nicht zu verwechseln mit Peter von Thorberg, dem Vogt der vorder-österreichischen Erblonde.
**) Zustinger. Tschudi. Ryhiner.