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I. Band.
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Unruhen stets mitwirkten, trugen jetzt die ungeheuern Anstrengungen, welcheder Ankauf so beträchtlicher Besitzungen, der Unterhalt der öffentlichenGebäude und die Kriegskosten zuerst dem Gemeinwesen und mittelbar denBürgern selbst auslegten-, nicht wenig dazu bei, unter den letzteren Miß-muth und Widersetzlichkeit-zu uäffrcn, welche um so heftiger ausbrächen,als mit der getäuschten Erwartung der Einnahme von Burgdorf die Hoff-nung verschwand, sich jener Beschwerde schnell enthoben zu sehen. Eineungeheure Schuldenlast drückte die Stadt, und das Zutrauen an die Zah-lungsfähigkeit oder an den guten Willen der Vorsteher war durch Unter-lassung der schuldigen Rückzahlungen so geschwächt, daß jetzt nur beiAuswärtigen Geld gegen ungeheure Zinse erlitten werden mochte. Manhatte nämlich im Jahre 1375 zum Ankaufe der Burg Thun 20,100, undin den Jahren 1367 bis 1370 für Aarberg und Seedvrs 18,600 Guldenvon der Bürgerschaft geborgt, und dafür Schuldbriefe ausgestellt, alleindie Rückzahlung zur bestimmten Zeit nicht geleistet. Deßwegen wollteNiemand mehr von den Bürgern sein Geld zu öffentlichen Anleihen her-geben, und der Rath sah sich genöthigt, dasjenige, was er sonst umfünf vvm Hundert von den Bürgern erhielt, zu Basel, Frciburg imBreisgau, Neuenburg, Luzern und anderen Orten zu mehr als dem dop-pelten Zinsfüße aufzunehmen, so daß man auf solche Weise vor dem Endedes Krieges eine Summe von mehr als 60,000 Gulden an Hauptgutschuldig war. Diese Lage der Dinge veranlaßte erst Zusammenkünfte undUnterredungen der Mißvergnügten auf den Gesellschaften und Zünften,wobei alle der Bürgerschaft mißfälligen Verhältnisse im Innern zur Sprachekamen. Alles, was in unruhigen Zeiten den Neigungen und Leidenschaften-der Menge schmeichelt, welche lieber der vorgefaßten Meinung huldigt,als die Wahrheit der Dinge zu prüfen, fand leichten Eingang. Manglaubte bemerkt zu haben, daß einige Geschlechter sich fortdauernd in demRathe und einträglichen Stellen zu behaupten gewußt hätten, daß diesewohl am besten erklären könnten, was aus dem Gelde geworden wäre,welches die Bürger aus ihren Einkünften und ihrem Verdienste gesteuert,ja daß der Krieg vermuthlich ein schleunigeres und vortheilhafteres Endegefunden haben würde, wenn nicht Lehensträger des Hauses Kyburg imRathe gesessen wären; lauter Vermuthungen, für welche keine Thatsachensprachen, die aber von der Mehrzahl der Mißvergnügten mit um so grö-ßerer Vorliebe aufgenommen wurden, als sie dem Hasse gegen nicht be-liebte Vorsteher, der Eifersucht und den Wünschen des Ehrgeizes ent-sprachen. Endlich brach das eine Zeit lang unter der Asche glimmendeFeuer in helle Flammen aus. In der Fastnacht 1384 versammelte sicheine Anzahl unzufriedeyer Bürger in der Predigerkirche, und beriefen auchdie Gesellschaften und Handwerke dahin, worauf von der vereinigten