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Rudolf von Werdenberg im Freiheitskampf der Appenzeller / von Thomas Bornhauser
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Zurück! Unsinniger, halte zurück!

Was willst du die Bäume verwunden?

Es ist ja des eigenen Stammes GeschickAn's Loos der Buchen gebunden.

Wenn einst des Himmels zackiges LichtDen Stamm der rothen Bäume bricht;

Hat Werdcnberg's Stunde geschlagen

Doch höre, was ich dir will sagen:

Es wird, vor deines Hauses Fall,

Der letzte der schwarzen GrafenBei einer Gais, auf der Berge Wall,

Im Neste des Bären schlafen.

Der steigt und schreibt mit dem Schwert in der HandSich ein an des Scntis ragender Wand;

Daß hoch an des Himmels GränzenSein goldener Namen wird glänzen.

So hört ich's sprach der erzählende GreisVom Vater und andern Leuten.

Zwar wußten sie nicht, was der Bär Und die Gais,Am Sentis die Schrift soll bedeuten.

Allein so viel ist jetzo dir klar,

Daß Bußnangs Absicht giftig war,

Als er von dem Blitz uns verkündet,

Der droben die Buchen entzündet.

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