I
Die Alpfahrt und die Mädchen.
Arag, Emma, die Harfe, geh' aber gemach!Mein Stab — ach! — muß mich stützen,Wofern ich unter dem laubigen DachDes Baumes am Hügel will sitzen.
Einst hatt' ich der Gemse geflügelten Lauf,
Ich kletterte kühn bis zum Gletscher hinauf;Nun wank' ich so schwach durch die Matten,Bin bloß noch mein eigener Schatten.
Da winkt die Bank — da sitzen wir gutAm traubenreichen Hügel,
Ein sanfter, goldner Schimmer ruhtWeithin auf des Bodans Spiegel.
Stolz hebt aus der Wolken zerrissenem FlorDer Sentis das purpurne Haupt empor;Schön leuchten die Berge im Aethcr —
O herrliches Land der Vater!
Ich bin entzückt von des Hochlands Pracht,Bin gleich dem bononischen Steine;
Der glüht geheimnißreich in der NachtUnd schimmert mit magischem Scheine.
Und schwindet ihm etwa die leuchtende Kraft,So wird er an's Licht der Sonne geschafft;Alsdann beginnt im DunkelnDon Neuem sein Feuer zu funkeln.
1