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Erinnerungen aus meiner dritten Schweizerreise : meinem verwundeten Herzen zur Linderung vielleicht auch mancher traurenden Seele zum Trost geschrieben / von Sophie von La Roche
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indem wir suchen jede Begebenheit im nothwen- dige» Zusammenhang mit dem Ganzen zu be-ch trachten, das Gute als unser zugetheiltes Eigen- thum dankbar anzunehmen f und das was uns,, in bürgerlichem Verhältniß Böse scheint, nach einem allgemeinen Plan beurtheilen, dessen ge§

naue Einsicht uns mit unergründlicher Weisheit versagt ist,.aber der nothwendig zu unserm Be- sten zielt. Man sagt, die Zeit lindere denSchmerz: dies geschieht blos, indem sie Der- geffenheit bewirkt, und wir dadurch nach und nach wieder in den allgemeinen Zusammenhang einrücken : aber bei erhabenen Seelen hält diese Vergessenheit schwer, wenn der Eindruck tiefwar. Es bleibt also nichts zur Tröstung übrig, als die Anwendung eigener Kraft. Erlauben Sie,, mir hier eine Bitte theureste Mutter! Suchen Sie ihrem Herzen Freude zu geben, in der dankbaren Erinnerung des Glücks, welches Jh- neu lange Jahre, durch den besten Sohn ward. Suchen Sie seinen frühen Tod nur als gerechte Belohnung des Himmels für seine schöne Tu- genden anzusehen, den Todten ist wohl, liebe Mutter! Nur die Lebenden werden mühsam" glücklich, und Weisheit allein (welche in der