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Erinnerungen aus meiner dritten Schweizerreise : meinem verwundeten Herzen zur Linderung vielleicht auch mancher traurenden Seele zum Trost geschrieben / von Sophie von La Roche
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178
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Geists, der fremden Entdeckungen -oder von den ^Lugenden, meiner Freunde und Bekannten etwastraf, auch oft mit dem Seegen auf die-Asche, der §ersten Buchdrucker und Papiermacher endigte. Ichkam heut etwas spater als sonst, zu meiner Feder,indem ich mit viel Vergnügen von der Hoffnungspreche» hörte, welche Trssot der Frau von Stein,herg für die Herstellung ihres Sohnes gab. Siesind also nicht vergebens, die viele Sorgen undBe,mühungen der mütterlichen Liebe. Und das Zu,trauen auf Tiffot wird durch den guten Erfolg ge,rechtfertiget. Sein Name ist wohl den meistenMenschen bekannt, aber die innige Fühlbarkeit sei,nes Herzens, die bis zum Staunen hinreißt, ge,wiß nicht so weit, als sie es verdient. DerHiimmel versagte ihm eigene Kinder , und er heftetesich an die seines schätzbaren Neusten, Unter webchen besonders ein Knabe von 5 Jahren, sein Lieb,ling war. Natürlich sorgte Tissot für die Gesund,heil des lieben Jungen , und impfte ihm bei sehe ,günstiger Jahrszeit die Blattern ein, welche abernicht faßten, und daher dem guten Großonkel vmdoppelte Sorge machten, wenn er nach seinerPflicht andre Blatternkinder besuchen mußte ,Erfahrung hatte ihn belehrt, daß ein Hauch, ein»