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macht aus den durch Elend empörten Unglücklichenboshafte Verbrecher / wie z. B. die, welche inWäldern die Entdeckung benüzten s daß Bäumenoch durch die Rinde erhalten werden, die eineHalste des Baums hinwegstahlcn. Thaler/ wo ge-rechte und gütige Oberherrn sind, stehen gut / dieEinwohner sind fleißig/ wohlhabend, klug undtugendhaft. Beiden Vornehmen sind die-NännervollPolitikj, und ihre Unterhaltungen von Staatsbe-gebenheiten. Aber die Frauenzimmer mischen sichnicht im mindesten in diese Gespräche, sondern re-den über Kinderzucht, Hauswesen und Freund-schaft. Nie wird eine Wittwe wieder heurathen /nie hat ein Mann Ursache zu klagen, immer ist dieHausfrau die Seele und Anführerinn aller Ge-schäfte des Hauswesens. Unschätzbar wurde mir! Frau von Salis Soglio, nicht nur, weil ich sie^ als die verdienstvolle Mutter von neun Kindern^ nennen horte, sondern weil ihr Haus mir das Pa-^ triarchenleben zurück rief, und ein wahres Bildvon Abrahams Zug vorstellt«. Man denke sich dieseFamilie gegen den Sommer, wenn sie indashoheanItalien gränzende Thal vvnSoglio zieht, wohin mannur zu Pferd , mehr mit Karren , noch wenigermit Kutsche» kommen kann, und Frau von Salis