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dem Französischen Mari Sentimental. Ich mußtelächeln über diesen Zufall, und dachte: ob diesesnicht in Wahrheit immer die Sache des Witzesgewesen, zwischen Weisheit und Empfindungdurchzuschlüpfen, da ihm die erste aus Nachsicht,und die Zweite aus sorgsamer Gedult freien Platzlassen, ohne ihn selbst aufzunehmen , weil beidewissen, daß die Pflege des Witzes, dem nützlichenNachdenken, der Moral und Güte schädlich ist,indem er nur mit Ideen spielt, die kleine Fehleraufsucht» mit Lächlen verwundet, und gerne alleslächerlich macht. Aber ich fand in den niedlichenGedichten Briefen und prosaischen Aufsätzen diesesgewesenen Marquis, alle Ursachen, warum ihnVoltaire liebte, und wohl auch, möchte ich sa-gen, lieben mußte, und ihm die Schone, durch ihngebildete Varicourt zur Frau gab. Ich'habe nie-mals an einem französischen Buch ein schöneresFormat, schöneres Papier, und Druck gesehen, alsbei diesem. Dieser Liebling von Voltaire, hat nundas berühmte von Voltaire erhaltene Fernai ver-kauft.
Unsere Tage und Abende in Nion sind schön,«eck Güte, Freiheit, Geist und Freundschaft sieausfüllen. Der heutige Morgen wurde mir lieb ,