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lenlehre durchstudirt habe» mußten, wie die Pro-fessoren des jungen Mannes , der die Lehre derWunder, durch das Leben dieser Heiligen bewies,führte mich zu der Idee: wie verschieden in diesemAugenblick das ganze catholrsche Frankreich , mitdem eatholischen Fleck der Schwciy denke, wo ichmich befand , und wie grausam aufgeklarte Men-schen handeln, ihre größere Geisteskräfte nur dahinzu lenken, Obergewalt über das Volk zu erhalten,und es nach Leidenschaften ru gebrauchen, wie im-mer Redner von Zeit ru Zeit gethan haben;dachte an die Gewalt, der ru Empfindung gewor-denen Vorurcheile, welche den Gang des Ver-standes auf dem Weg der Kenntniß hindern. Denndie lateinische Sprache- in welcher diese Theses ge-schrieben sind, erreugte den Gedanken: wie kommtes, daß die Werke der Alten und Geschichtschrei-ber in dieser Sprache , die als so viele Skussenangesehen werden können, welche die neuere, zuhöherer Kenntniß leiten müßten, und das so vieleJahre dauernde Studium des Lateins, das Aus-wendiglernen der schönsten Ideen, womit dieSchriftsteller Redner und Dichter des alten Romsihre Sprache bereicherten, so wenig auf den Ver-fasser dieser Theses wirkten? Aber wie oft wurden