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Erinnerungen aus meiner dritten Schweizerreise : meinem verwundeten Herzen zur Linderung vielleicht auch mancher traurenden Seele zum Trost geschrieben / von Sophie von La Roche
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letzte Station der Betrachtung des Leidens Christimacht. Sarcophage zeigt immer Tod , und diejunge voll Leben blühende Steinbcrg welche auseiner Stuffe durch die Ritze des Deckels guckte,war mir ein rührendes Bild! Der Himmel erfüllezu dem Glück ihres Lebens die Wünsche, welchejch den Augenblick für sie that , möge sie immerrekle Gefühle für den Urheber der uns umgeben«den Natur, mit Kenntniß der Menschen und Wis-senschaft verbinden.

Samstags speisten wir in Ölten zu Mittag, womich die, nach ihrer Art beredsame Wirthin», vonPfeffel in Colmar, von Sarazin in Basel undseiner Frau unterhielt, weil sie sie alle, durch diejährlich hier gehaltene helvetische Gesellschaft, kennt.Das Städtgen ist freundlich mit breiten freienStraßen , hat Fabriken und eine Bleiche. Mirwurde der Gedanke angenehm: daß ich mich nunalle Jahr den drei und zwanzigsten May, ganz leb-haft bei den rechtschaffenen Männern denken kann.Ach mein Franz war als Zögling von Pfeffel aucheinmal da, sein Andenken rst noch hier, und inder Nähe auf dem Schloß Scheftland , bei derwürdigen Familie von May, in jedem Herzen auf-bewahrt. Wir kamen gegen Abend nach Arau in