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Achter Band.
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140 Fünftes Kap. Der große Nordische Krieg.

taren von der russischen Grenze sich zurückzogen. Auch im Innernwaltete Fedor glücklich und kräftig. Mehrere» geschah zur Ver-besserung der Erziehung und zur Erhebung der Staatskräfte. DerStolz des Adels, welcher die Verleihung der Staatsämter an dieVerdienstvollen hinderte, wurde - despotisch genug gebrochendurch die Verbrennung der Geschlechtsbücher.

Sterbend ernannte Fedor den iüngern Bruder, Peter, zumNachfolger, statt Iwans, des älteren, welcher blind und sehrgeistesschwach war. Aber die Prinzessin Sophia erregte zu Gun-sten Iwans einen Aufstand der Strelzi, worin die Häupter derGegenpartei getödtct, sodann Iwan mit Peter zum Ezaar ausge-rufen und Sophia zur Mitregentin erklärt ward Der Reichs-kanzler und Feldherr Wasilei Golizin, mit dessen Hilfe solcheUmwälzung statt gefunden, blieb an der Spizc der Geschäfte. Eswurde durch eine» neuen Traktat der Friede mit Schweden be-stätigt, ein ewiger Friede mit Polen, worin dieses auf dieUkraine und auf Smolcnsk Verzicht leistete, geschlossen undein Krieg gegen die Türken, abermal der Kosaken willen, be-gonnen. Während dieses Krieges nabm Sophia den Titel Selbst-herrscherin an, ihren Namen von nun an jenem ihrer Bruderin den öffentlichen Vcrordnnngen bcisczend. Zur Befestigung ihrerHerrschaft sollte Peter, jezt siebzehn Jahre alt, ermordet werden.Er jedoch erfuhr den Anschlag, rettete sich durch augenblicklicheFlucht, sammelte seine Getreuen, stürzte Sophien, verschloß sie inein Kloster und ergriff den Hcrrscherstab ^). Iwan entsagte derRegierung, doch hieß er Ezaar bis an seinen Tod

Der Ezaar Peter, nach dem Bcsiz eines Hafens am balti-schen Meere lüstern, trat in den Bund gegen Schweden °),und erklärte den ungerechten Krieg °). Bevor wir ibn jedoch indenselben begleiten, müssen wir auf die Persönlichkeit des großenMannes, welche den Schlüssel aller nachfolgenden Begebenheitenenthält, einen betrachtenden Blick werfen.

1) 1682. 2) 1686. 3) 1689.

6) 1699, 11. Nov. 6) 17t», 1. Sept.

4) 1696