dem Rastadt-Baden'schen Frieden.
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Fvrtsezung.
In diesem unglücklichen Streit nahm bald auch der KönigPartei, und zwar, wie es von seinem despotischen Sinn zu ver-muthen stund, für die Unfehlbarkeit des Pabstes, als der bestehendenAutorität, und gegen die Frciheitöfreunde. Die Jesuiten, derenEiner, La Chaise, sein Beichtiger war, benüzten und erhöhtenemsig solche Stimmung. Der König glaubte einige Verwandtschaftder jansenistischen Lehren mit jenen Calvins wahrzunehmen,,und die Furcht vor der Wiederkehr einer HuguenotuschenPartei ängstigte sein abergläubiges Gemüth. Daher wurde dieUnterschrift jener Formel mit unerbittlicher Strenge erpreßt, nichtnur von Allen, die ein geistliches Amt bekleideten, sondern selbstvon Nonnen. Dieses widerfuhr zumal jenen des Klosters PortRoyal (aur Champs) ; da in deren Nähe und verbündet mitihnen die eifrigsten Jansenisteu eine Gesellschaft gegründet hatten,und von diesem Zufluchtsorte aus durch Erbauuugs- und Streit-Schriften den Muth der Partei aufrecht erhielten. Die Nonnenverweigerten die Unterschrift, worauf ihre frommen Freunde zer-streut und die Verfolgung geschärft wurde. Diele Jansenisteu,Layen und Geistliche, wurden mit Verlust des Amtes, mit Ge-fängniß, oft mit noch Schwererem bestraft. Standhaft ertrugensie, was man über sie verhängte.
Indessen ergriffen einige Bischöfe die Sache der Verfolgten,wodurch der Zwiespalt noch größer wurde. Auch die Herzoginvon Longueville, Schwester des großen Condv, die alteFreundin der Partciungen, trat zu Len Jansenistcn über, und er-munterte sie durch Ansehen und Eifer zum Widerstand gegen den Hof.
Da erlaubte P. Clemens IX. H, der verlangten Unterschrifteine Erklärung, die das Gewissen beruhige, hinzuzufügen. Aberdieser Clementinische Friede versöhnte die Gemüther nicht;und der König Selbst hob ihn auf durch ein eigenes EdiktJezt wurde die Verfolgung noch geschärft und viele Jansenisteu,unter ihnen Arnauld, flohen nach den Niederlanden, wo-selbst sie eine nicht unansehnliche Kirche stifteten.
t) 1668.
!) 1676.