dem Rastadt-Baden'schen Frieden.
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wüth wieder zerstört, und der Glanz manch' frühern hochherzigenThuns schmählich verdunkelt ward durch spätere Andächtelei undvielfach böse Despotenlaune: so hat er doch einen unvcrwelklichrnRuhm sich erworben, und durch ein unzerstörbares Denkmal seineRegicrungsperiode und seine Nation verherrlicht, durch Werke derKunst und Wissenschaft, die er eifrig und liebend hervorriefoder beförderte. „Mag er immer dabei aus Ehrgeiz gehandelthaben; doch rechnete er Geist und Genie für wichtige Mittel seinerPlane, und ermunterte vortreffliche Schriftsteller, seinen Ruhm unddie französische Sprache bis an die Ende der Zeit und des Erd-bodens auszubreiten. Die ihn verwünschenden Nebenbuhler muß-ten mit Bewunderung die Einkleidungen seines Lobes lesen. DieserWirkungskreis ging viel weiter als der seiner Heere." 2oh. v.Müller.
Noch lag, ungeachtet vieler glücklicher Eroberungen, welche seitdein Wiedererwachen der Geistesthätigkeit in dem Reiche des Wis-sens gemacht waren, auf den meisten Gebieten desselben Nacht.Pedantcrei, Wortkram, Aberglauben und Mönchsgcist beherrschtendie Schulen; und nur langsam, mühevoll, von nur Wenigen ge-pflegt, dagegen vielfach angefeindet, schritt das Licht voran. Nochwar die Masse der Nationen fast unempfänglich für dessen Reiz,oder auch ausgeschlossen von dessen Mittheilung durch die großcn-tbeils fortdauernde Herrschaft der gelehrten Sprachen inSchulen und Schriften. Aber auch wo die Lehren bereits in den L a n-dessprachen erklangen, schreckten sie noch ab durch Ernst oderTrockenheit. Sie blieben Eigenthum und Liebe nur Weniger.An der Hand des Geschmacks, im Gewand der gefeilten, wohl-gefälligen Rede, als geisterquickende, einschmeichelnde Unterhal-tung, fanden sie Eingang bei Vielen. Ludwigs XIV. glanz-volle Regierung, seine prächtige Hofhaltung, seine Freigebigkeit,dann der Anstoß, welchen einzelne hiedurch geweckte Geister vielenverwandten Geistern gaben, machten Frankreich wundcrschnell zumklassischen Boden des Genie's, und seine Sprache zum Organ dergeistigen Genüsse und der geistigen Mittheilung unter allen gebil-deten Völkern Europa's. Die Geschichte der Wissenschaften undKünste in der ganzen vorliegenden Periode (vom westphälischenFrieden bis zur französischen Revolution) hat keinen glänzendem
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