dem Rastadt-Baden'schen Frieden.
18 t
Eleganz und des geregelten Geschmacks, und la Fontaine,jenes der Naivetät und Anmuth. Noch viele andere Namen inverschiedenen Dichtungs-Arten erlangten Berühmtheit, edle Zierdeneiner gewöhnlichen Zeit, doch minder scheinbar in einer glanzer-füllten. Indessen wäre unbillig, O-uinault's, La Motte's,2. B. Rousseau's und der unter den Frauen ausgezeichnetenDeshouliercs nicht zu gedenken; so wie zur Vervollständigungdes edlen Sängerchors auch Einigen der später Ausgetretenen,wie Boufflers, Fontenellc, Gräcourt, eine flüchtige Er-wähnung gebührt. Doch ist bald nach Ludwig XIV. ein Still-stand, später selbst ein Zurücksinken der Poesie, überhaupt desGenie's sichtbar; so wie fast alle Nationen, welche Ruhm aufsolcher Bahn errangen, nur eine glänzende Blüthenzeit hatten.
Gleichzeitig wie die Poesie vervollkommnete sich auch dieProse, und entfaltete die Beredsamkeit ihre volle Kraft undSchönheit. Die Kanzelredncr Bourdaloue, der große Bossuet,Flechier und Massillon sind der Bewunderung der Geschlechterwerth. D'Aguesscau und Pitaval glänzen als Muster dergerichtlichen Rede. Als Schriftsteller aber stehen neben jenenund zum Theil über ihnen nach Geist nnd Sprache der tugend-hafte und weise Fenelon, la Bruyi-re, der geniale Charakter-maler, la Rochefoucauld, voll Wiz und Menschenkenntniß,Pascal, Ar» and, deren wir schon früher gedachten, die geist-reiche Marquise von Sevignä u. a. Unter den Roman en-Dichtern — deren Werke oft ausgebreiteter wirken, als jene derPhilosophen — mögen Prcvot d'Eriles und le Sage Er-wähnung finden. Auch die Geschichtschreiber, die wir, so-weit sie die Geschichte dieses Zeitraums beschreiben, schon frühergenannt haben, zeichnen sich großenthcils durch edle, blühendeSchreibart, andere wenigstens durch Gelehrtheit und gründlicheForschung aus. Die Namen eines Mabillon, Baluze, duChesne, Montfaucon, du Cange, Boulainvillers,Mezerai, und selbst des Schmeichlers Daniel, aber auch jeneeines Vertot (des französischen Curtius, wie man ihn lobprei-send nennt), eines Rollin, dessen sonst schönen Geschichtswerkenfreilich der höhere Geist mangelt, des KirchengeschichtschreibersFleury, nebst vieler andern, krönt wohlverdientes Lob. Rapin