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Achter Band.
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198 Sechstes Kap. Von den Zeiten zunächst

schlechterung umgeprägt wurden; man verbot alle Geldausfuhr,man verbot, mehr als 500 Livres bar Geld zu haben; alles übrigesollte gegen Bankpapiere verwechselt werden. Endlich nahm mandenjenigen, welche beim Aktienhandel früher gewonnen hatten, denGewinn gewaltthätig wieder ab, und erpreßte von den Aktionnairsunter Androhung des Annullircns ihrer Aktien einen bedeutendenGeldzuschuß. Umsonst! die Bank fiel, hunderttausend Familiengeriethcn an den Bettelstab; die Nachwehen des so schrecklich ver-unglückten Systems dauerten noch lange.

Durch ganz Frankreich tönte ein Geschrei des Jammers unddes Zornes; in mehreren Provinzen drohte Aufstand. Das Par-lament hatte sich geweigert, die Regierungsdckrete zu registriren;aber der H. Regent verwies es nach Pontoise endlich abererkannte er selbst die Unmöglichkeit der Rettung, und die Bank-papiere sanken auf Null. Law floh aus Frankreich, arm wie ergekommen; auch seine erworbenen Schäze waren zu Grunde ge-gangen im allgemeinen Schiffbruch.

Zu einiger Linderung des Uebels ward eine Schuldenunter-suchung, Visa, verordnet, ein unermeßlich schwieriges undverwickeltes Geschäft, eine Art von Behandlung der Gläu-biger bei Insolvenz des Schuldners, nach Gründen der Billigkeitmehr als des strengen Rechts geschehend. Ihr Ergebniß nachmehrjähriger unsäglicher Arbeit, war die Uebernahme von 1631Millionen neu liquidirtcn Staatsschulden auf die Schultern derNation.

§. 14 .

England und Holland.

Auch Holland, auch England wurde ergriffen vomSchwin-del des Papierhandels. Im lezten Lande zumal nahm auch dieRegierung daran Theil, indem sie die Staatsschulden auf die 1711gestiftete Südsee-Gesellschaft zu übcrwälzcn gedachte Doch warin beiden Ländern die Krankheit weder so heftig, noch so allgemeinals in Frankreich.

Im übrigen befestigte und erhöhte England durch weise Regie-rungsmaßregclu seinen Flor und seine Macht. So mäßig die

1 ) 1720 .

2 ) 1720 .