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dem Rastadt-Baden'schen Frieden.
Verschwörung I mißlang und wurde blutig gerächt. Der Neli-gionshaß der Protestanten gegen die Katholiken sicherte vornehm-lich Georgs Thron. Indessen umgab er denselben noch mit einerdoppelten Schuzwehr der siebenjährigen Parlamentes undeines ansehnlichen stehenden Heeres.
Aus demselben Grund, um den noch wankenden Thron keinenErschütterungen auszusezen, wachte Georg über den europäischenFrieden, und schloß Bündnisse mit aller Welt. Ueberall aber, beiden wechselnden Verhältnissen der übrigen Mächte, hielt er's mitdenjenigen, welche den Frieden wünschten.
Ganz in diesem Geiste arbeitete Robert Walpole, seintrefflicher Minister ^), welcher noch wäbrend der vierzehn erstenRegicrungsjahre seines Nachfolgers das Staatsruder lenkte. Zu-gleich erhöhte derselbe durch eine weise, sparsame und wohlgeregelteAdministration im Innern die Nationalkräfte, verminderte dieStaatsschulden, und gab Gedeihen dem Gewerbfleiß und dem Han-del. Freilich legte er nebenbei in die Verfassung Englands denKeim des Verderbens durch die Siebenjährigkeit der Parla-mente, durch das erweiterte System der Bestechung, und durchdie Unterkaltung eines beträchtlichen stehenden Heeres. Dochmochte damals die Furcht vor dem Prätendenten einigenRechtfertignngsgrund darbieten zu solcher Stärkung der Regie-rungsgewalt.
Holland entzog sich von jezt an den großen europäischenGeschäften. Zu wenig hatten die Könige bei dem Utrechter Friedender verbündeten Republik gedacht, als daß es diese länger hättegelüsten können, Blut und Schäze für Jener Interesse zu ver-schwenden. Freilich verringerte sich damit auch das Gewicht Hol-lands in der Wagschale der Politik. Indessen dauerte sein innererWohlstand und sein thätiger Handel fort. Auch genoß es seitKönig Wilhelms Tod H, welchem in der Statthalterschaft keinNachfolger gegeben ward, einer wenig gefährdeten einheimischenFre.heit.
1) 1722. 2z 1716.
3) Bon 1721 — 1742.
4) t702.