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Achter Band.
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Eilftes Kapitel. Der östreichische

König; die Regierung aber führten, unbesorgt um äußere Ver-hältnisse, Günstlinge und Mönche. Unter den Nordischen Rei-chen war Dänemark blos den einheimischen Geschäften zu-gethan, Schweden in Parteien getheilt, und Rußlands Be-herrscher lag in der Wiege. Der König von Polen, August III.,würde in der fast anarchischen Verfassung seines Reicheö das Hin-derniß großer Unternehmungen gefunden haben, wenn auch seinharmloser Charakter ihn nicht davon entfernt hätte. Auch diePforte war friedlich durch Sultan Mahmud's dem Genusse zu-gewandten Sinn. Im teutschen Reich endlich, welches als Ge-sammtheit schon längstens keine bedeutende Rolle mehr gespielt,schien kein einzelner Stand mächtig genug zur Störung der euro-päischen Ruhe.

Kaiser Karl also mochte in der beruhigenden Zuversicht seineAugen schließen, daß seine Erbtochter, Maria Theresia, unan-gefeindet den Thron ihrer Väter würde besteigen können. Wardoch das Gesez, das ihr solche Erbfolge zusicherte, die pragma-tische Sanktion, nicht nur von allen Ständen aller östreichi-schen Erblande, sondern auch von fast allen europäischen Mäch-ten anerkannt und garantirt worden. Wir haben in den frühernBlättern erzählt, wie diese Mächte nach und nach, und zum Theilum welch hohen Preis, solche — vom Standpunkt des Rechtesnur zum Ucberfluß verlangte — Garantie geleistet ^ und wie nach-einanderSpanien, Preußen und Rußland, Großbrittan-nien und die vereinigten Niederlande, das teutscheReich mit Ausnahme Sachsens und Baicrns, wie auch Dä-ne mark, Sardinien, und endlich Frankreich solches auf diebestimmteste und feierlichste Weise gethan, wie selbst das anfangswidersprechende Sachsen bei seiner Bewerbung um den polni-schen Thron den garantirenden Mächten beigetreten, und wie so-nach von Allen, welchen hier ein Wort mit zu sprechen auch nurvon ferne ziemte, blos allein Baiern auf seiner Weigerung be-standen.

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Zustand Oestreichs.

Aber das Verdcrbniß des öffentlichen Rechtszustandes in Eu-ropa wurde bald auf traurige Weise kund. Maria Theresia,