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Eilftes Kapitel. Der östreichische
chen die Holländer der pragmatischen Armee geleistet,-und da-her den Angriff zuvörderst auf die flandrischen Barris-re-Städterichtend. Auch fielen Menin, Apern, Fürn es u. a. in kur-zer Frist. Aber die Gefahr des eigenen Reiches rief den Königvon dem Felde der Eroberung weg an die Lothringische Grenze.Bald stand die französische Hauptmacht dem Prinzen Karl gegen-über, und da erscholl die Nachricht, daß der König von Preußenmit hunderttausend Mann in Böhmen eingebrochen '), daß erMeister von Prag ") , daß fast das ganze Königreich in seinerGewalt sey.
Dieser abermalige Friedensbruch des großen Königs war dieWirkung seiner steigenden Besorgniß über Theresiens Kriegsglück.Ihm bangte für Schlesien, dessen Raub die Königin, wie erwohl richtig annahm, ihm nimmer vergeben würde. Daher hatteer von Neuem mit ihren Feinden sich verbündet, und zu Frank-furt^), meist aus Betreiben des gewandten Chavigny, desfranzösischen Botschafters, mit dem Kaiser Karl Vll., mit Pfalzund Hesse nkassel (welches leztere jezt französischen Goldeswillen seine Truppen aus dem englischen Solde zog) einenVerein geschlossen, angeblich zur Erhaltung der teutschen Neichs-verfaffung und kaiserlicher Würde; aber nebenbei zur Erwerbungdes Königreichs Böhmen für den Kaiser, welcher davon blosden König s gräz er-Kreis an Preußen überlassen sollte.
Prinz Karl, zur Rettung Böhmens herbeigerufen, bewerk-stelligte, im Angesicht des großen feindlichen HeereS, den Rückgangüber den Rhein, wenig angefochten und ohne Verlust; worauf erdurch Schwaben und Baiern in Eilmärschen gegen K. Fried-rich zog, und diesen großen Kriegsmeister durch glücklich gewählteStellungen zur schnellen Räumung Bö b m cns unter großem Ver-luste zwang H, ja selbst Glaz und Ob er fehle sien den Preu-ßen enlriß.
Indessen waren durch solchen Zug wider K. Friedrich Schwa-ben und Baiern entblöst worden. Dieses benüzteu die Feinde.Vorder Östreich, nachdem dessen tapfer vertheidigte Hauptstadt,Frei bürg im Breisgau, mit großem Menschenverlnst war er-
1) 10 . Aug. 2) 17. Sept. 3) 22. Mai.
4) Nov.