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Eilftes Kapitel. Der östreichische
haupteten sie bis zum Ende des Krieges. Doch eroberten sieGenua nimmer.
§. 15 .
Der Marschall von Sachsen, Schlacht von Fontenoi.
Nach den Niederlagen in Baiern, Böhmen und am Rheinerwählte sich Frankreich endlich das ihm günstiger gelegeneSchlachtfeld der Niederlande. Schon im Jahr 1744 hattedaselbst Ludwig XV. bedeutende Eroberungen gemacht; aber derEinfall des Prinzen Karl in Elsaß rief die französischen Fahnenan die bedrohte Grenze. Im folgenden Jahr erneuerte sichunter Führung des Marschalls von Sachsen der nieder-ländische Krieg mit größerem Nachdruck und zum entscheidendenTriumphe Frankreichs. Moriz, Graf von Sachsen, KönigsAugust II. von Polen natürlicher, mit der Gräfin Königs-mark erzeugter Sohn, demnach ein Teutscher, wurde durchsei» großes Kricgstalent, welches er Frankreich weihte, für dasselbefast so wohlthätig, als einst Frankreichs Sohn, Prinz Euge-nius, es für Oestreich und Teutschland gewesen. In derSchule eben dieses Eugen und Marlborough, in dem Flandri-schen und im Türkenkrieg, hatte Moriz sich gebildet, nach-mals aber durch seinen Geist und durch ernste Studien einen eige-nen Weg zur Vervollkommnung der Kriegskunst gefunden. Ange-zogen von den Annehmlichkeiten Frankreichs und den Sitten seinerBewohner trat er schon 1720 in dessen Dienste, verließ dieselben,als ihm die Aussicht auf den Herzogstuhl in Kurland winkte,und kehrte dahin zurück, da Polen und Rußland die von denStänden auf ihn gefallene Wahl verwarfen. Im Krieg über diepolnische Königswahl stritt er gegen die Sache seines Bruders,und verschmähte den Oberbefehl der sächsischen Heere, welchendieser ihm antrug. Aber die glänzendste Laufbahn betrat er imKrieg über die östreichische Erbfolge. Er war's, welcher Pragfür den Kurfürsten von Baiern erstürmte, Eger eroberte, undauch während des Unglücks der Franzosen durch tapfere Thatenund glückliche Erfolge hervorschimmerte. Seit 1744 befehligte
1 ) 1745 .