Successionskrieg.
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der Marschall von Sachsen das Heer in Flandern. Der Feind,an Zahl überlegen, vermochte nichts gegen Ihn. Im folgendenFcldzug*) belagerten die Franzosen Tournai. Die erschrecktenHolländer drangen auf den Entsaz dieser Hauptfestc. Dasverbündete Heer, dessen vorzüglichste Stärke in den englischenRegimentern bestand, rückt gegen die Belagerer an; der Königvon Frankreich eilt mit dem Dauphin herbei, um Zeuge der Schlachtzu seyn. Bei Fontenoi") wurde sie geliefert. Der Marschallvon Sachsen, welcher todtkrank den Oberbefehl beibehalten, ge-wann sie durch kluge Anordnungen gegen die Hize der Holländerund gegen den furchtbar kalten brittischcn Muth; eine Heroen-Schlacht, und welcher zur Unsterblichkeit nichts fehlt, als ein er-hebender Beweggrund. Aber beide Parteien wußten kaum, warumsie eigentlich sich schlügen. Maria Theresia war schon be-festigt auf ihrem Throne, auch befanden sich nicht 2000 Oestreicherbei dem alliirten Heere. Die französischen und englischienKrieger aber stritten nicht ihres Vaterlandes willen; eS war blosein Kampf der soldatischen Ehre und der soldatischenPflicht. Auch der Marschall von Sachsen hatte kein höheresZiel. Nachdem er die Schlacht, durch's Glück nicht minder alsdurch Verdienst, gewonnen, umfaßte er, der geborne Teutsche,fast sterbend, doch entzückt des französischen Königs Kniee undsprach: „ich habe genug gelebt, denn ich habe Eure Majestätsiegreich geseben." —
Die Alliirten hatten mehr als 9000 Mann verloren in dieserschrecklichen Schlacht. Tournai und ganz Flandern mitGent und Ostende waren die Frucht des französischen Sieges.
Um diese Zeit forderte, zur Verwunderung Europa's, derTürkische Sultan die christlichen Mächte feierlich auf, demBlutvergießen endlich ein Ziel zu sezen. Er bot ihnen zugleichseine Vermittlung an. Der Schritt blieb ohne Folgen.
§. 16 .
Der Prinz Eduard.
Ein romantisches Zwischenspiel in dem nun zum gemeinen Ka-bincts-Krieg hcrabgesunkencn Kampf um K. Karls VI. Erbe war
2) 1l. März 1745.
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1) 1745.