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Achter Band.
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Zwölftes Kapitel. Die Zeiten

einen heldenmüthigen Führer, welcher ihrer Sache einen zeitlichenTriumph, dem corsischen Namen aber den unsterblichen Glanz derTapferkeit und Freiheitslicbe verlieh.

Die osmanische Pforte nüzte den Gewinn des BelgraderFriedens wenig. Die neun und zwanzig Fricdcnsjahre, diejezt folgten, verflossen in gleichförmig träger Ruhe, ohne Kennt-niß oder Nachahmung alles dessen, was gleichzeitig in den meisteneuropäischen Staaten zur Vermehrung der einheimischen Kräfteund zur Verbesserung der Administration nach allen ihren Zweigengeschah. Minister-Wechsel und Serail-Kriege bezeichnen alleindiesen Zeitraum. Der Sultan Mahmud, der Sieger Oestreichs,nachdem der alte KiSlar Aga, welcher ihn wohl geleitet, ge-storben, vertändelte mit dem neu gewählten Haupt der Verschnit-tenen seine Zeit im kindischen Spiel mit Juwelen und Gold. SeinBruder und Nachfolger, Osman III.'), erhob und stürztebinnen drei Jahren nicht weniger als sechs Großwessire. Mu-stapha III., des entthronten Achmed III. Sohn"), störte, ausFriedensliebe, die Oestreicher und Russen in ihrem Kampfgegen K. Friedrich II. nicht. Frankreich jedoch, durch seineAllianz mit Oestreich, verlor vieles von seinem Einfluß in Stamb ul.

§. 4 .

Die Nordischen Mächte.

Unter den Nordischen Staaten vermehrte Dänemark, seitChristians VI. Tod von dessen Sohn Friedrich V. ^) be-herrscht, seinen Wohlstand und seine Kraft durch viele weise undwohl gehandhabte Anstalten, Geseze und Ordnungen, welche desKönigs Minister, Thott, Schulin, und vorzüglich der trefflicheGraf von Bernstorf (der ältere), entwarfen und ausführten.Der lezte ist, durch die — zumal als edles Beispiel folgenreiche —Aushebung der Leibeigenschaft seiner Bauern und durch die sorg-fältigste Unterstüzung der Landwirthschaft, Wohlthäter nicht nurseines Vaterlandes, sondern Europa's geworden. Der dänischeStaat aber wurde während seiner Verwaltung durch Anheimf ill

1) 17L4.

2) 1767.

3 ) 1746 — 1766 .