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deS siebenjährigen Krieges.
seyn. Auch die Türken, nach ihrer Indolenz, nahmen kein In-teresse an Brandenburgs und Oestreichs Streit. Aber auchdie näheren und mit ihm enger verknüpften Staaten versprachenPreußen wenig Hilfe. Die russische Kaiserin Elisabeth,von Oestreich gewonnen und gegen Friedrich wegen einigerbeißender Urtheile über ihre Person erbittert, war fast seine er-klärte Feindin. Ihr ernannter Thronfolger zwar, Karl PeterUlrich von Holstein, äußerte Verehrung für Friedrich; aberdesto lebhafter wurde Elisabeths Haß: auch nährte der KanzlerBestuchef denselben eifrigst und -bewirkte selbst des GünstlingsLestocq's Fall, da er diesen als preußisch gesinnt darstellte.
Schweden, welches die Gyllenborg'sche Faktion, die Frank-reich ergebene, beherrschte, war bereit, über Friedrich herzufallen,sobald dieses es verlangte. Dänemark aber, bei seiner Schwächeund Friedensliebe, konnte kein wichtiger Alliirter für Preußen seyn;auch waren Irrungen eingetreten zwischen den beiden Höfen.
Das teutsche Reich, nach der Mehrheit seiner Stände,hielt kaiserlichePartei. Viele dieser Stände waren durch Lage,Gewohnheit und besondere Verhältnisse abhängig von Oestreich.Auch die Katbolizität hielt manche in dessen Interesse fest. Dasgedcmüthigte Baiern bedurfte der Erholung vom Kampf. Meh-rere Fürsten hatten nähere Gründe der Eifersucht gegen Preußen.Vor allen war Sachsen ihm abgeneigt, in Erinnerung der er-littenen Kriegsnoth, und aus persönlichem Haß des Grafen vonBrühl, welcher den König August lenkte.
Blos die Seemächte blieben daher übrig zum Schuze Preußens,oder vielmehr England allein, da Holland, durch kerbe Er-fahrungen belehrt, die Einmischung in den Streit der Monarchenscheute. Zwar hatte K. Friedrich durch die Besizergreifungvon Ostfries land das Haus Braun schweig beleidigt, auchwalteten noch andere Irrungen vor zwischen England und Preußen.Aber es ließ sich erwarten, daß England, seiner Stellung undalten Rolle eingedenk, der Handhabung des Gleichgewichts allekleineren Interessen opfern würde. Auch trat es, sobald sein alterFeind, Frankreich, sich mit Oestreich verband, naturgemäßund zur Sclbsterhaltung auf Preußens Seite, und ward alsoOestreichs, seines langjährigen Verbündeten, Feind.