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Achter Band.
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Zwölftes Kapitel. Die Zeiten

Schuz, England aber dafür Subsidien versprach. Schon früherhatte Hcssenkassel sich mit Großbrittannien verbündet.Frankreich, welches hicdnrch die Hoffnung verlor, die Erneu-rung seines jezt zu Ende gehenden Aüianztraktatcs mit Preußenvon 1741 zu bewirken, ergab sich nun den schon lange betriebe-nen Anträgen Oestreichs, und schloß zu Versailles') denEuropa in Erstaunen sezenden Bund mit dem alten Feind. BeideMächte garantirten sich dadurch wechselseitig ihre gesummten euro-päischen Staaten, und verhießen einander für den Fall des An-griffs ein Hilsshecr von 24,000 Mann. Ausdrücklich jedoch hattesich Oestreich — aus billiger Rücksicht snr England, doch da-durch desto deutlicher seine Gesinnung gegen Preußen verrathend— die Neutralität vorbehalten für französische Seekriege. Die-sem Bündniß trat Rußland und im folgenden Jahr auchSchweden bei.

tz. 8.

K. Friedrich fällt in Sachsen ein.

Der König von Preußen, als er die Rüstungen Oestreichsvernahm, wie auch daß Rußland an der preußischen Grenzeund Sachsen bei Pirna Truppen zusammenzogen, erkanntedeutlich den Zweck solcher Bewegungen. Lag doch, durch Verratheines sächsischen Geheimschreibers, Menzel, die ganze Korrespon-denz zwischen Oestreich, Sachsen und Rußland ihm vor. Er be-schloß, durch Zuvorkommen den Entwurf der Feinde zu ver-eiteln. Also ließ er schon im Junius 1756 in Wien anfragen,ob die Kricgsrüstungen Ihm gälten? und als man ausweichendantwortete, forderte er das Versprechen, daß man weder in diesemnoch im folgenden Jahre ihn angreifen werde. Die Kaiserin Kö-nigin that eine unfreundlich klingende Erwiederung; und nun,ohne weitere Verhandlung so wie ohne Kriegserklärung, stürzteer mit seinen Heeren über Sachsen und Böhmen.

Der Fcldmarschall Schwerin fiel aus Schlesien in Böh-men ein H, der König selbst mit der Hauptmacht umzingelte dieSachsen in ihrem festen Lager bei Pirna. Ein östreichst

1) t. Mai.

2) 34 Dez.

3) 1757. 22. Sept.

4' Aug