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Achter Band.
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des siebenjährigen KriegeS.

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sches Heer unter dem Fcldmarschall Brown eilt zum Entsazeherbei, wird aber geschlagen bei Lowosiz'), worauf das säch-sische Heer, nach einem vereitelten Versuch, bei König st ein überdie Elbe sich zu retten, durch Hunger zur Niedcrlegung der Waf-fen gezwungen wird. Die Kapitulation besagte blos die Vcr-pflichtung, nicht wieder gegen Preußen zu dienen. Aber derKönig hielt blos den Offizieren den Vertrag (allerdings deman Werth geringern Theile des Heeres, da in Sachsen damalsmeist Hofgunst und Bestechung zu solchen Stellen führten), die ge-meinen Soldaten steckte er unter das eigene Heer. Dessen halteer jedoch geringen Gewinn. Denn die Meisten entrannen undgingen zu den Oestreich er» über; und wenn auch Einige zurück-blieben, so schadete ihm der Unwille Europa's über solchen Bruchdes Völkerrechts mehr, als die Handvoll Kriegsknechte ihm nüzenkonnte.

Durch diese völkerrechtswidrige Gefangennchmnng der 17,000Sachsen glaubte Friedrich ein Recht erhalten zu haben, das Kur-fürstenthum jezt als erobertes Land zu behandeln. Früherhatte er es und die Lausiz blos „in Depot" genommen, ein zurBemäntlung des gleichfalls völkerrechtswidrigen Einfalls ersonne-ner Ausdruck. Vergebens schüztc er die ihm gewordene Kundevon den feindseligen Planen Sachsens zur Rechtfertigung vor.War doch schon die Art, wie er durch bezahlten Verrath dazugelangte, wenig rühmlich, und weit unverantwortlicher noch dieGewaltthat, womit er das, von der Kursürstin von Sachsen undder Königin von Polen, der Tochter Kaiser Josephs I., persönlichvertheidigte Archiv in Dresden erbrach, um die Urschriften derverrathenen Briefe zu sehen. Aber Friedrich maß eben seinRecht nach seiner Stärke, und ahnete nicht, oder sah ohne Kum-mer, daß durch solches Beispiel der ohnehin schon morsche Rechts-zustand Europa's vollends würde zerstört werden.

§. 9.

Betrachtungen.

Also war die erste Waffenthat geschehen in diesem schrecklichen,Länder und Menschen verderbenden Kriege. Viele andere gingen

1) 1. Okt.