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Achter Band.
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des siebenjährigen Krieges.

Den unsterblichen Feldzug eröffnete K. Friedrich mit. einemdoppelten Einfall in Böhmen. Er Selbst von der sächsischen,Schwerin von der schlesischen Grenze brachen in dieses König-reich ein Die östreichischen Heerhausen werden zurückgeworfen undsammeln sich unter den Mauern von Prag, wo zwölf Tage nachdem Einbruch die Entscheidungsschlacht geschieht. Nach dem hart-näckigsten Widerstand wurde das östreichische Heer besiegt °),eine Hälfte desselben unter Lothringen in die Stadt, der Ueber-rest nach Mähren geworfen. Der Heldentod des FcldmarschallsSchwerin verherrlichte diesen Tag. Auch Brvwne erhielt inder Schlacht die Todeswundc; Friedrich war jezt Herr vonBöhmen, und der Schrecken drang bis Wien.

Zum Entsaze Prags, welches jezt Friedrich belagerte, unddes darin eingeschlossenen Heeres rückte Feldmarschall Dann ausMähren heran, ein kriegsgelehrtcr und behutsamer Feldherr.Der König sandte anfangs den Prinzen von BraunschweigBevern wider ihn; bald aber zog er Selbst mit einem Theif desBelagerungshccrcs dem Prinzen zu Hilfe und wagte bei Collinoder Planian die Schlacht H. Siebenmal stürmten die Preußendie verschanzten Höhen, worauf Dann sich gelagert; siebenmalwurden sie zurückgeworfen. Ihre Niederlage war vollständig, dieFrucht aller frühern Siege dahin. Eilig hob Friedrich die Bela-gerung Prag's auf, und nahm den Rückweg nach Sachsen;während Prinz Heinrich von Preußen, sein Bruder, eineHeercsabthcilung nach der Lausiz führte. Diese lezte erlitt nochmehrere Unfälle, zumal bei Gabel und bei Görliz; aber dieOest reich er schändeten ihre Siege durch die muthwillige Ver-brennung von Zit tau.

Der Schlag bei Collin war so hart, daß Friedrich —wie einst K. Franz in Frankreich nach jener von Pavia —schreiben durste: „Alles ist verloren, nur die Ehre nicht." — Abergleichzeitig trafen ihn noch so viele andere Schläge, daß nach ge-wöhnlicher Berechnung sein Untergang unvermeidlich schien.

Gleich am Anfange des Feldzuges hatte ein französisches Heer,von den Niederlanden her ziehend, die preußischen Besizungen

1) April. 2) 6. Mai. 3) 18. Juni.

». Rottcck Gesch. 8- Bi>. 19