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Achter Band.
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Zwölftes Kapitel. Die Zeiten

in Westphalen, auch Ostfriesland besezt, nnd war inHannover und in Hessen gebrochen. Eine Observation s-armee, aus englischen nnd teutschen, zumal braunschwci-gi scheu und hessischen Truppen bestehend, unter dem Herzogvon Cumberland, stellte sich den Franzosen entgegen, wardaber bei Hastenbek geschlagen *), worauf der Marschall Ri-chelieu, D'Etröcs Nachfolger, die Eroberung Hannovers undHessens vollendete und in's Halberstädtische drang. DieObservationsarmee, stets zurückweichend, schloß endlich imKloster Seven °) eine Konvention, wornach die hannoverischenTruppen jenseits der Elbe im Lanenburgischen Quartiere nehmen,die übrigen Völker in ihre Heimath zurückgehen sollten. Der H.v. Richelieu konnte jezt der Reichserecuti'onsarmee, welche unterdem Prinzen von Hildburghauscn, vereint mit dem französi-schen Hilfshcer unter Soubisc, gegen Sachsen zog, die Handreichen. Zum Schuze Magdeburgs war nur ein mäßigerHeerhaufen unter dem Herzog Ferdinand von Braunschwcigübrig.

Nicht weniger Gefahr dräute in Osten und Norden. Ein mäch-tiges Russisches Heer, 100,000 Mann stark, unter Aprarinund Fermor, war in Preußen eingefallen, und drang vor bisGroßjägerndorf. Der General Lchwald, welcher nurwenige Völker befehligte, vermißt sich, gegen die große Uebcrmachtin offenem Felde zu streiten, und wird bis zur Vernichtung ge-schlagen^). Ganz Preußen liegt jczt vertheidigungslos demFeinde preis. Auch die Schweden versuchten ihr Glück unddrangen mit ansehnlicher Heeresmacht von Stralsund aus durchPreußisch Pommern bis in die Uckcrmark. Friedrich hattekeine Truppen übrig gegen diesen Feind.

§. 11 .

Schlachten bei Roßbach und Leuthen.

In solcher Lage waren Wenige, die noch Rettung für Fried-rich möglich hielten. Er Selbst, größer als sein Unglück, beschloß,in der Schlacht zu sterben oder zu siegen. Nur Kühnheit und

1) 26- Juli.

2) 7. September.

3) 3. August.