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Achter Band.
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Zwölftes Kapitel. Die Zeiten

Aprarin, anstatt seinen Sieg zur Eroberung Preußens zu be-nüzen, zog nach Polen zurück, weil seine Kaiserin bedenklich krankwar, und er die, Friedrich günstige Gesinnung ihres Thronfol-gers kannte. Jezt konnte Lehwald sich gegen die Schwedenwenden, und trieb sie auch ohne Mühe zurück nach Stralsund.

Indessen hatte die Observationsarmee von Neuem die Waffenergriffen. Die Convention vom Kloster Sevcn war von fran-zösischer so wenig als von englischer Seite ratificirt worden.Nach der Schlacht bei Noßbach langte zwar die GenehmigungFrankreichs ein, doch jezt zu spät. Der Herzog Ferdinandvon Braunschweig, unter den vielen Kriegsmcistern der Zeiteiner der ausgezeichnetsten, übernahm die Anführung der von allenSeiten sich wieder sammelnden Truppen, und drückte Richelieubis nach Celle au die Aller zurück. Beide Theile, nach somannigfacher Blutarbeit, bezogen jezt die Winterquartiere.

§. 12 .

Die Jahre 1758 und 175g.

Jeder folgende Feldzug in diesem bis dahin beispiellosen Kriegist überreich an Waffcnthaten. Aber ihre Menge schadet derMerkwürdigkeit der einzelnen. Auch kann, was die Zeitgenossen,als nähere Zuschauer, Schlag auf Schlag betäubte, erhob, er-staunte, erschütterte, heute nicht mehr von demselben Interesseseyn. Wir selbst haben allzuvicle Kriegsthaten und in nochrascherer Folge an uns vorübergehen sehen, und sind fast gleich-giltig gewordett gegen das unendlichemal wiederholte Schauspielsoldatischer Tugend. Nur die großen und bleibenden Er-folge, nicht die Tagebücher der Armeen, mögen den welthistori-schen Blick auf sich ziehen. In den meisten Kriegen erscheinenohnehin die Heere nur wie gehandhabte Todeswcrkzeuge, ohneselbsteigenes Leben und ohne moralische Bedeutung. Laßt uns dem-nach flüchtigen Schrittes an den Leichenfeldern vorübergehen undnur die entscheidenderen oder zur Darstellung des Zusammenhangsnöthigen oder durch besondere Umstände denkwürdigeren zur Be-trachtung auswählen.

König Friedrich, durch englische Subsidien und sächsi-sches Brandgeld an Mitteln des Krieges bereichert, eroberte