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Achter Band.
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des siebenjährigen Krieges.

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Schnelligkeit boten noch Aussicht des Heiles. Also läßt er zumWiderstand gegen Oestreich mir einen kleinen Haufen zurück,fliegt durch Sachsen gegen Thüringen, und zerstäubt beiRoßbach'), unfern Merseburg, in einem Augenblick Soubi-sens und Hildburghauscns verbundenes Heer. Ein pani-scher Schrecken zerstreute es nach allen Winden. Nur zwei Regi-menter Schweizer zogen in Ordnung zurück. Der König machteso viele Gefangene, daß er sie gar nicht bewahren konnte. DasHeer war vernichtet. Die Kriegsgeschichte bietet wenig Bei-spiele von so plözlich und so vollständig errungenem Triumph.

Dieser Tag hat den Unwerth der Reichstruppen völlig enthüllt,und die französischen Waffen für lange Zeit um ihren Ruhmgebracht.

Auf solche Botschaft verließ Richelieu (der Vertheidiger Gc-nua's und Eroberer von Minorka) seine Stellung und eiltein's Hannöversche zurück. Der König aber, durch dringendereGefahren von Verfolgung seines Sieges abgehalten, wendet denHeldenschritt gegen das Schlesische Kampf-Feld.

Nach dem Siege bei Görliz, wobei Winterfeld, derpreußische Heerführer, geblieben^), waren Lothringen undDann in Schlesien eingebrochen,hatten Schweidniz erobert,Breslau genommen, und den Prinzen von Bevern zum Ge-fangenen gemacht 2). Ein fliegendes Korps unter Haddik war >schon früher bis Berlin gedrungen, und hatte diese Hauptstadtgebrandschazt.

Zu dieser großen Gefahr erstritt der herbeigeeilte Friedrich beiLeuthen*) den herrlichsten, den entscheidendsten von seinen Sie-gen allen. Achtzig Tausend Oestrcicher, unter ihren berühmtenAnführern Karl und Daun, erlitten durch das nicht halb sostarke Heer der Preußen eine so vollkommene Niederlage, daß kaumzwanzig Tausend Mann bei ihren Fahnen blieben, und mühselignach Böhmen entrannen. Ueber 30,000 Mann waren in Ge-fangenschaft der Preußen gefallen. Der König, kurz zuvor demVerderben nahe, war jczt furchtbarer als je.

Denn auch überall sonst waren die Gefahren verschwunden.

1) 5. Nov. 2) 7. Sept. , 3) 25. Nov. 4) 5. Dez

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