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Vierzehntes Kap. Kaiser Joseph II.
Cabardei. Alle übrigen gemachten Eroberungen gab es zurück;doch sollten die Tartaren dcrKrim, so wie jene in Budgiacund Cuban frei seyn, unter einem aus Gengis-Chan's Ge-schlecht frei gewäblten Chan, der nur in kirchlicher Hinsicht denSultan als Chalifen zu ehren habe. Noch einige Stimulationenzu Gunsten der griechischen und katholischen Kirchen im türkischenGebiet verkündeten die Uebermacht des Siegers, welchem die ge-beugte Pforte auch eine ansehnliche Summe als Ersaz der Kriegs-kosten zu bezahlen gezwungen ward.
Vierzehntes Kapitel.
Kaiser I o s e p h II. ').
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Einleitung
Angefeuert durch Friedrichs und Katharinens Thaten-glanz, betrat auch Kaiser Joseph II. den Weg des Ruhmes,minder groß zwar als beide, jedoch edler. Seine Regierung machtEpoche in der Geschichte Oestreichs, ist höchst wichtig fürTeutsch land und Europa, und eines der merkwürdigstenZeichen der neuen Zeit.
Maria Theresia — durch Geist und K-ast einer Stelleunter den berühmtesten Herrscherinnen werth, an Privattug en-den aber als einziges Muster hervorglänzend — hatte denunter Karls VI. schläfriger Verwaltung tief hcrabgekommenenöstreichischen Staat durch weise Reformen vielfach gestärkt underhoben. Die Beschränktheit ihrer Minister und Beamten, mehrnoch die Arglist der Privilcgirten, vor Allen der Geistlichkeit, wel-cher die fromme Monarchin geneigtes Gehör lieh, sezten jedochihrem Wirken eine engere Grenze; und Sie Selbst, befangen inmancherlei angeerbtcm Vorurtheil, und durch Herzensgüte viel-facher Täuschung preis, war nicht geeignet zu tiefgehender, durch-greifender Umstaltung. Ihr Erstgeborner, Joseph, nächst Kaiser
1) Verschiedene Lebensbeschreibungen Josephs II. von Ungenannten, dannauch von Mensel, Hühner, Pczel u. A. 4a vlv clv lloroj-Iie II. lp-le äl. Oaraceüüi). ?ar. 1790.