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Achter Band.
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360 Vierzehntes Kapitel. Kaiser Joseph II.

Todeskeim in der Brust, trauernd nach Wien zurück. Zwarverbesserte sich jezt das Kriegsglück. Der wackere London über-nahm von dem altersschwachen Haddik, welcher auf Lascygefolgt war, den obersten Heerbefehl. Ein lebendiger Geist durch-drang jezt die Masse. In raschem Angriff wurden die Türkenzurückgedrängt. Der Prinz von Co bürg schlug sie bei Focsani'),und bald darauf noch vollständiger bei Marti njeschte amRimink*). Der russische Feldherr Suwarow theilte den Ruhmdieses Tages. Jezt eroberte London Belgrad^) und einengroßen Theil Serviens, während Coburg in der Wallacheisich ausbreitete. Auch Türkisch -GradiSca und Orsowawurden erobert.

Gleichzeitig krönte der Sieg auch die russischen Heere. Die-selben eroberten (zwar unter großem Menschenvcrlust — dochdessen kümmerte sich die despotische Regierung wenig —) Gal-lacz, Ackierman und Bend er") (das lezte durch Verrätherci;dann im folgenden Jahre Kilianova und Jsmael'). Suwa-row war es, der die lezte Feste erstürmte, ein großer Krieger,aber auch gefühlloser Würger der Menschen.

§. 12 .

Einmischung anderer Mächte. Der Friede.

Kaiser Joseph indessen ärntete keine Frucht mehr von diesenSiegen; und auch seinem Nachfolger Leopold entriß sie dieeifersüchtige Politik der Mächte. Preußen, Großbrittannienund, beider Einfluß gehorchend, auch Holland äußerten schonfrühe ihre Besorgnisse über das Waffeuglück der Kaiserhöfe. Daseuropäische Gleichgewicht ward Grund oder Vorwaud der dringend-sten Jntercession für die Pforte; Schweden aber, am allermeistenvor weiterer Vergrößerung Rußlands bange, schloß einen Sub-sidien-Traktat mit ihr^), und unternahm, auf die Theilungder Kräfte bauend, kühn den Krieg wider den übermächtigenNachbar. Preußen indessen schien nicht abgeneigt, einige Ber-

ti 1789, 1. Aug. 2) 22. Sept.

4) 1789, 1. März, 18. Okt- und 15 . Nov.

3) 8. Okt.