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366 Fünfzehntes Kap. Nordamerik. Revolution.

Franz, die hochherzige Elisabeth von Würtemberg, welcheer väterlich liebte, sterben H. Die Aussicht auf innigere Verknü-pfung mit Rußland, dessen Großfürst mit Elisabethens Schwe-ster vermählt war, schwand zur tiefsten Bckümmerniß Josephs mitdiesem verhängnißvollen Hinscheiden. Der Erzherzog Franz ver-mählte sich später mit Maria Theresia, Prinzessin von Nea-pel, deren den Ideen der Zeit abholdes Gemüth nicht ohne Ein-fluß auf den Gang der großen Begebenheiten blieb.

Mit männlicher Entschlossenheit, den körperlichen wie den Sec-len-Schmerzen trozend, und bis zum leztcn Hauche sein menschen-liebendes Gemüth in vielen rührenden Zügen entfaltend, starbJoseph am Listen Februar 1790. Von ihm sagt ein edler Lei-chenrcdner „Joseph verließ sein Reich wie ein Arbeiter dasihm vertraute Feld, das er vor Ueberschwemmung zu sichern ge-dachte; wo die Flut mehr als einmal Sie Dämme zerbrach, und,durch den Widerstand reißender geworden, einen Theil der Saatenmit sich fortspülte. Wenn der Abend einfällt, geht er betrübt,aber mit gutem Gewissen von danncn, weil er treulich gearbeitethat." —

Fünfzehntes Kapitel.

Nordamerika nische Revolution.

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Zustand der nvrda mexikanischen Kolonien.

Das Beispiel Kaiser Josephs hatte gezeigt, wie tief gewurzeltin Europa die Saat des Bösen sey. Die unumschränkteste, vonWeisheit gelenkte, legitime Gewalt vermochte nichts oder weniggegen sie. Die Opposition des Kastengeistes, des Pfaffcnthums,überhaupt der Engherzigkeit und Schlechtigkeit, verschanzt auf demBoden des historischen Rechtes, trug den Sieg davon über jene.Ein imposanterer Kampf, des National-Willens gegen jenender Privilegirtcn, stand bevor, um noch in einem lczten Versuchezu'zeigen, ob Europa zu retten sey? — Den Erfolg dieses Ber-ti 18. Febr. 1790.

1) I, G, Zakobi.