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den Wallisern bey Ulrichen ein« empfindliche Niederlage. Nochanderes Mißgeschick trübte seine spätern Jahre. Man warf ihmHabsucht und Herrschbegierde vor. Er verlor zwey Söhne imKindesalter, verließ die Gegend, welche der Schauplatz seinerAnstrengungen gewesen war, und mit ihm verwelkte 1218 derim Helvetischen Lande mächtig gewesene und einer allgemeinenHerrschaft nahe gekommene Iäringische Zweig, nachdem er mehrals hundert zwanzig Jahre durch kaiserliche Beamtung und eigeneFamilienmacht in hohem Ansehen gestanden war, und ein undneunzig Jahre lang die Burgundische Statthalterschaft bekleidethatte. Die Aäringischen Familienbesttzungen Burgdorf, Thun,die Stadt Freyburg fielen an den Gemahl seiner Schwester,den Grafen Ulrich von Kyburg, einen Waffengenoffen Fried-richs II.
Im Jahr 1208 war zwischen dem Abte Ulrich von St.Gallen, wo jene frühere Neigung zu wissenschaftlichen Beschäf-tigungen schon lange zu schwinden begonnen hatte, und demBischof Werner von Constanz über den Besitz der Beste Rheineckein Krieg ausgebrochen, in welchem sie sich gegenseitig ihre Län-der verheerten. Die Dazwischenkunft des Grafen Ulrichs vonKyburg entriß dem Abte den beynahe errungenen Sieg, undals dieser den Kaiser Otho IV, welcher gegen Philipp vonSchwaben, den Sohn Friedrichs I, und nachher gegen Fried-rich ii um die oberste Neichswürde stritt, als Schirmherr undKastvogt um Hülfe anrief, ließ Otho die Ansprüche der geistli-chen Streiter unerörtert, zog die Beste Rheineck an sich; undso bewährte sich die alte Lehre, daß die Kleinern durch die An-rufung der Hülfe Größerer mehr verliefen als gewinnen.
Eine lange Zwistigkeit der Glarner und Urncr über ihreGrenzen war 1196 endlich vermittelt worden, und PfalzgrafOtho, Kastvogt von Sekingen, erscheint dabey als der GlarnerVogt. Neben den Gerechtsamen des oft Geld bedürftigenZüricherischen Frauenstiftes vermehrten sich in Uri die Freyhei-ten der Bewohner. Beschränkter waren diejenigen der noch zu