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Burgund gehörenden Unterwaldnec durch mancherley Rechte,welche Kloster und Edle bey ihnen ausübten. Auch inSchwyz und Muoltathal waren neben den zahlreichen Freyen,welche nur unter dem Kaiser standen, viele gegen auswärtigeHerren dienst- und lchenSpflichtig.
Im Jahre 12v6 verbanden sich die Urner, Schwyzer undUnterwaldner auf zehn Jahre, und in den damahligen Unruhenhielten sie sich an den Hohenstaufischen Philipp. Nach dessenErmordung gab sein Gegner Otho IV ihnen, 1210 , Rudolfen vonHabsburg zum Reichsvogt. Er war bereits Kastvogt zu Mur-bach, dadurch auch zu Luzcrn und von den Unterwaldnern imAnfange des Jahrhunderts zum Schirmherr» angenommen wor-den. Als die alten Streitigkeiten zwischen Einsicdeln und denSchwyzern wieder in offenen Krieg übergingen und 1214 GrafHeinrich von Nappersweil die letzter» beschädigte, vermittelte die-ser Reichsvogt, 1217, eine Uebereinkunft.
Die Städte oder die Bürgerschaften selbst waren bald denKaisern und bisweilen auch den Herzogen dadurch wichtig gewor-den, daß sie ihnen gegen die Anmaßungen oder den Ungehorsamdes Adels und der Geistlichkeit, oder auch gegen auswärtigeFeinde mit Volk und Gelde Hülfe leisteten. Dieß erwarb ihnenmancherley Defreyungen und Rechte. Die höhere Gerichtsbar-keit, den Llutbann, die Bezahlung der Reichssteuern und dieübrigen, dem Kaiser vorbehalte»?» Gerechtsamen besorgten, wiein den freyen oder reichsunmittelbaren Ländchen, ReichSvögte.Bisweilen gingen diese Befugnisse durch kaiserliche Begünstigungwieder an die dortigen Bischöfe, Aebte und andere hinüber. Sowie der Wohlstand der Städte sich vermehrte, stieg auch dieSelbstständigkeit ihrer Bewohner. Sie erhielten die Befugnisse,Räthe und Vorsteher, doch unter verschiedenem Einflüsse geistli-cher oder weltlicher Herren, zu wählen. Die SüddeutschenStädte überhaupt nahmen i» vielen Dingen die emporstrebendenund freysinnigen Lombardischen, mit denen die Römerzüge derKaiser^ die Kreuzfahrten und der Handelsverkehr sie immer mehr
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