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Erster Band.
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die Bothschaft eintraf, er sey von den versammelten Churfürstenzu Frankfurt zum Kaiser erwählt worden, weil er in den Zeitendes Unrechts doch einer der Gerechtesten war. Jetzt öffneten dieBelagerten dem neüen Reichsoberhaupte ihre Thore, und mitFrohlocken vernahmen der Aargau und die umliegenden Gegen-den die Manchen überraschende Kunde.

Rudolfen blendete der Glanz der neuen Größe nicht, wiedieß kleinlichen Seelen so oft bey geringen Auszeichnungen zugeschehen pflegt. Er blieb leutselig, vergaß nicht seiner bishe-rigen Vertrauten; und es dauert« noch lange, ehe der gewaltigeReiz des Anlasses ihn von der Mäßigung seiner ersten Regie-rungSjahre abweichen machte. Er bestätigte nicht nur den Reichs-städten und NeichSländern in diesen Gegeben, sondern auchLuzern, Solothurn, Schafhausen, Mühlhausen, seinen Landstäd-ten Aarau, Winterthur, u. s. f. ihre Freyheiten. Laupenstellte er Bern, Viel der Stadt Basel gleich. Den Abt vonEinsiedeln und den Bischof von Lausanne erhob er zu NeichSsür-sten. Dafür genoß er der festen Anhänglichkeit des größtenTheiles dieser Völkerschaften. Tapfere HulfSmannschaft aus ihrerMitte kämpfte mit ihm, 4278, gegen den mächtigen König Otto-kar von Böhmen. In seiner Leibschar fochten die Züricher, undste unterstützten ihn mit Darlehen.

Wie noch viele andere Städte und Herren, welche in demGrafen von Savoien eine Art von Reichsverweser erblickten,hatten die Berner, 4268, dem Grafen Philipp bis zur ErwählungeineS Kaisers sich zur Treue verpflichtet. Nach der Kaiserwahlkehrten ste wieder zur Reichshoheit zurück. Bald entstand beydem Kaiser der Gedanke, für einen seiner Söhne ein Burgun-dischcS Reich zu errichten. Schon 4275 war ein Krieg zwischenihm und dem Grafen Philipp nahe am Ausbruche. Nach Been-digung des Böhmischen Krieges entspann sich zwischen den Gra-sen von Hochburgund und Mümpelgard und des Kaisers Anhän-gern eine blutige Fehde zum Nachtheile der letztern. Rudolfüberwältigte und vertrieb bald die übermüthig gewordene» Sieger