Band 
Erster Band.
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sen inamiigfaltigec Druck. Unzählige Schloff" der Grafen,Freyherren und Ekeln waren über alle Gegenden verbreitet.Mit der vermehrten Neigung zur Pracht, zur Nachahmung derGroßen, zum Besuche der Hoflager und Ritterspiele, seit derBekanntschaft mit mancherley Genüssen mußten auch die Bedürf-nisse steigen. Viele bestritten dieselben au- reichen Einkünften,von Wasser- und Landzöllen, von festgesetzten Steuern, vonmancherley Abgaben, welche LehcnSleute und Leibeigene ihnenbezahlten, wie Grund- und LehenSzinse von der mannigfaltig-sten Art, Jinshllhner, Eyer, Hofstattgelder, Ehrschätze vomVerkaufe lehenspflichtiger großer Besitzungen und kleinerer Grund-stücke, u. dgl. m. Manche begnügten sich nicht mit dem Her-gebrachten. Kaiser Albrecht selbst verdoppelte in seinem Eigendie Steuern, und viele Mächtige thaten dasselbe mit harter Be-drückung ihrer Leibeigenen; manche haßten freye Städte undLänder und standen im Kriege. Aehnlichcc Einkünfte genossendie geistlichen Herren und Klöster. Alle, nur die Bettelordenausgenommen, besaßen herrschaftliche Rechte über Angehörigeund Leibeigene. Viele ihrer Güter erhielten, se nach der Ab-sicht ihrer Schenkung oder Erwerbung besondere Nahmen. Sodie Wydum-Güter, d. i. gewidmet (°6 ckorc») einer Kirche,Kapelle, u. s. f., die Keilhose, zu Bestreitung der Tafel, u.s.f.

Von dieser Seit an gelang eS vielen Klöstern, durch päpst-liche oder bischöfliche Begünstigung Jehentcn der Kirchen undPfarreyen an sich zu bringen. Man nannte dieß incorporiren,und dem neuen Zehentherren lag nur noch die Abreichung ge-wisser beschränkter Besoldungen an die Pfarrer, die man Kirch-herren und Leutpriester nannte, so wie bisweilen auch vorbehal-ten« Verpflegungen für die Unterhaltung der Kirchcngebäudeoder der Armen ob. Viele Edle suchten und fanden eine Ver-besserung ihrer GlllckSumstände in Besaitungen von geistliche»und weltlichen Herren, und von dieser Zeit an bis in die nach-folgenden Jahrhunderte trieben andere an« ihren Schlössern eineigentliches Räuberhandwerk. Man brandschatzte Benachbarte,