«idSgeuössischen Verbindung««. Bereits in diesem BunbeSbrirfenannten sie sich Eidsgenoffen, und schon damahls bedienten sichdie Benachbarten, um sie zu bezeichnen, des Nahmens Schwei-zer (Viloä. 8utteii5<:s) , weil in den Fehden mit Einsiedel», inder Schlacht am Morgarten die Cchwvzer und ihr Land ammeisten von sich zu reden machten (*). — Schon vor diesemKriege hatten die Glarner und Urncr sich wegen ihrer Feindse-ligkeiten , in welche sie durch den bloßen Streit zweyer Privatenwaren verwickelt worden, versöhnt, ohne baß die Glarner sichdurch die Mißbilligung des Ocsterreichischcn Vogtes davon ab-halten ließen.
Auch die Berncr hatten nach Albrechts Ermordung sich durchVerbindungen gestärkt, mit den Freyburgern wieder ausgeglichen,dieselben gegen Ludwig, Freyherren der Waat oder äußern Gra-fen von Savoien, 1309 unterstützt; auch erneuerten sie mit Solo-thurn ihr Burgrecht.' Schon vorher hatte der Graf von Straß-berg ihnen die ReichSpfaudschaft über die Stadt Laupen, ihreVerbündete, abgetreten. 1311 zerstörten sie die Vesten ihrerFeinde, der Freyherren von Bremgarten und Senn von Mün-singen. Der erste verließ das Land, und der zweyte ward Bürgerin Bern. Ueberhaupt lebte in den Bernern ein hochstrcbender Geist,der Schranken durchbrach, an welche Andere sich kaum würdengewagt haben, und den nur die ganz veränderte Gestalt Euro-pa'« verhinderte, eben so unaufhaltsam vorzuschrciten, als diemächtigsten Republikaner des Alterthums dieß unter günstigernUmständen gethan hatten. Immer darauf bedacht, weder ihrenFeinden, noch denjenigen Freunden, welche ihnen nützen konn-ten, so lange nicht höhere Rücksichten sie abhielten, etwas schul-
(*) Höchst demerkenswerthe und lehrreiche Beyspiele von der Hef.tigkeit, mit welcher die aufgeregten Gemüther der Zeitgenossen überdie Gegenpartey zu urtheilen pflegen, lind die Aeußerungen Vito-duranS über die Echwyzcr, die Derner, so wie die spätern einesF. HämweclinS, Si-ilog. 6« Suileneibu«.