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einem hohen Thurme steckten st« ihr Banner mit dem Reichsadlerauf, um öffentlich zu zeigen, daß ste eine Reichsstadt seyen undnicht gegen den Kaiser streiten. Standhastigkeit vermag vielgegen eine zusammengesetzte Macht. ES gelang ihnen, Carln IVzu überzeugen, baß er für fremde Zwecke seine Kräfte verwende.Mißvergnügen herrschte im Reichsheere, insbesondere unter denStädten. Der Kaiser hob die Belagerung auf und nöthigte da-durch den Herzog, dasselbe zu thun. Doch dieser hielt die um-liegenden Besten besetzt, und die Grcnzgegenden litten hart unterfortdauernden gegenseitigen Streifereyen, welche durch 15oo Un-garische Reiter im Solde des Herzoges nicht nur für die Züri-cher, sondern auch für die herzoglichen Lande so drückend wur-den , baß diese ihren Unwillen laut äußerten und davon sprachen,für sich selbst mit den Eiösgenoffen Frieden zu machen. AusFurcht, sie möchten sich an dieselben anschließen, neigte nunauch der Herzog sich zum Frieden.
Ganz von Oesterreichischem Einflüsse geleitet, erfolgte 1355der AuSspruch dcS Kaisers in der Form einer Ausgleichung zwi-schen Albrecht und den Eidsgenoffen. Um diese zu überraschenoder wenigsten- irr« zu führen, sollte er durch herzogliche Abge-ordnete den einzelnen Bunbesgliedern zur Bekräftigung vorgelegtwerden. Zürich, oder vielmehr Wrun, ertheilte dieselbe sogleich.Zug errieth gefährliche Absichten, benachrichtigte Schwyz»,- unddiese« die übrigen Waldstätte. Alle verweigerten die Bekräfti-gung uick» ihre Gesandten versammelten sich zu Zürich. ES er-gab sich, daß der Vertrag die Entlassung von Zug und GlaruSau« dem Bunde enthielt, zwar in dunkle Ausdrücke verhüllt.Wenn die Eidsgenoffen dieß verweigern würden, soll Zürich demHerzoge gegen sie Beystand leisten, gleichwie Oesterreich dieZüricher zu schützen versprach, wenn sie deßwegen beunruhigtwerden sollten. Streitigkeiten um die Rechte Oesterreichs inseinen Städten und Waldstätten soll ein Verhörcr entscheiden,welcher nicht EidSgenoffe sey und von drey Oesterreichern unddrey Zürichern gewählt wird. Die Züricher behalten sich zwar