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Burg anfiel, kein Geschichtschreiber twn einer Rüge dieses An-griffes spricht.
Der Tod des Grafen Rudolf von Nydau veranlaßte neueStreitigkeiten. Der heftige Bischof Johann, der kurz vorherden Herzog Leopold und die Stadt Basel veranlaßt hatte, sichgegen ihn zu vereinigen, dadurch sein Land neuen Verwüstun-gen Preis gab, und genöthigt wurde. Klein-Basel dem Herzogezu verpfänden, machte jetzt lehenSherrliche Ansprüche auf einenTheil der Nydauischen Erbschaft, und nahm Nydau durch Ueber-raschung weg. Der Kampf in gleicher Zahl von beyden Theilengewählter Streiter bey dem Dorfe Schwadernau fiel für Johannnachtheilig aus, und die Grafen von Kyburg und Thierstei»,jeder mit einer Schwester Rudolfs vermählt, theilten sich in denbedeutenden Nachlaß. Mit Erlach wurden Ansprüche Sovoiensbefriedigt. Oekonomische Verlegenheiten nöthigten indeß die bey-den Grafen, an den Herzog Leopold Nydau und Buren zu ver-äußern. Dieser überließ sie an seinen Oheim Couch, um dessenAnsprüche zu befriedigen. Mittlerweile blieben beyde Herrschaf-ten den Freyburgern, welche dem Herzoge das Geld dargeliehenhatten, verpfändet, und Couch gelangte niemahls zum wirkli-chen Besitze.
Beynahe dreyßig Jahre lang brachten die NinkenbergischenStr-it.gkeiten nicht nur zwischen Bern und Unterwalden, son-dern auch im Innern dieses Landes große Uneinigkeit hervor.Nicht immer berechneten die regsamen Gemüther jenes Zeitaltersdie Folgen eines schnellen Eindrucke» und der eben so schnell ge-faßten Entschlüsse; aber beynahe immer siegten die Rücksichtenauf das Wohl des Vaterlandes über örtliche Berechnungen. Schon1352 hatten Angehörige de« Freyherren von Rinkenberg und desKlosters Jnterlachen sich gegen ihre Herren empört und warendurch die Waffen der Werner wieder zum Gehorsame gebrachtworden. Sie fanden Gehör bey den Untcrwaldnern. Die Ver-mittelung der Eidsgenossen legte nicht nur die Streitigkeit bey,sondern beförderte vielleicht noch den Eintritt Berns in den cidö-
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