Band 
Erster Band.
Seite
141
JPEG-Download
 

141

„sie sollen keinen Schultheißen länger als Ein Jahr am Amte„lassen" (*).

Noch am folgenden Tage erreichten und schlugen die Siegereine feindliche Schar bey Sursee. Kurz nachher trieben dieGlarner einen Angriff der Sarganser, Wallenstadfer, WcSner,der Einwohner des GasterS und anderer benachbarten Gegendenzurück; und schon trafen wieder Absagbriefe des Churfürsten vonMainz, Bischofs von Bamberg, des Burggrafen von Nürn-berg (Markgrafen zu Ansbach und Bayreuth) bey den EidSge-nosse» ein, und nach einem Stillstände von 14 Lagen erneuer-ten sich die Feindseligkeiten.

Eine eigenthümliche Fehde führten während dieser Gefahrder Eidsgenossen die Bcrner gegen die Gräfinn von Vallenginund eroberten neben anderm ihre Stadt Willisau. Hierauf nah-men sie, doch nur in ihren Umgebungen, an dem allgemeinenKriege Theil, eroberten die Schlösser Thorberg und Copingen,Unterseen, das obere Siebenthal, u. s. f. Bereits hatte derFreyherr von Simmeneck sich für seinen Antheil an dieser Land-schaft gegen die Berner verpflichtet. Vornehmlich waren indeßihre Waffen gegen Freyburg und dessen zahlreiche Gehülfen ge-richtet, welche in einem Streifzuge bis an die Thore von Bernvordrangen und mit Verlust zurück geschlagen wurden. Gegen-seitig verwüstete man auch hier die gehofften Ernten. — DieGlarner, mit Hülfe der Züricher und der m Länder, erobertenWesen und die feste Mühle neben der Stadt. — Bey der Rück-kehr von einem Raubzuge ins Wehnthal schlugen die Züricher5 Angriffe der Oesterreicher nachdrücklich zurück und auf allenSeiten erfüllten Raub, Brand und blutige Gefechte die Grenz-gegenden. Unermüdet suchten die Reichsstädte zu vermitteln.Ein Waffenstillstand wurde bis Lichtmeß 1387 geschloffen;

(*) Ihm mochte bey diesen Worten die damahlige Gewohnheitvorschweben, nur Einen ersten Sraatövorsteher zu haben, und den-selben mehrere Jahre hindurch ohne Abwechselung beyzubehalten.