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Erster Band.
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sie, 1407, das Landrecht. Während einer Fehde der welschenHerren wurde vom Eschenthale her den Livinischen Hirten Viehgeraubt. Die Forderungen für Schadenersatz blieben verspottet.Doch alö im Herbstmonath 1410 die Beherrscher Livinens, vonihren Eidsgenossen außer Bern unterstützt, mit Einem Mahle vonden Gebirgen herunter gegen Domo d'Ossola heran zogen, unter-warf sich ihnen das ganze Eschenthal in wehrlosem Schrecken.Zürich verlangte keinen Theil an der entfernten Eroberung. Diesechs andern Städte und Länder ließen eine Besatzung in Domozurück. Gleichwie sich demüthig die welschen Edeln unterwor-fen hatten, so veranstalteten sie jetzt, ungeduldig der neuen Herr-schaft, die hinterlistige Ermordung der zurückgebliebenen Sold-Her. Im Frühjahr 1411 standen die Eidsgenossen, 4oo Züri-cher unter ihnen, wieder da. Die Schlosser der Verräther wur-den zerstört, die Burg zu Domo geschleift und ohne Widerstandwichen die Mayländischen Hülfsvölker zurück. Nur 20 Mannkostete die neue Eroberung.

AuS Furcht, die Eidsgenossen möchten in der Lombardey sichausdehnen, überließen die Mayländischen Machthaber, 1414, dasEschenthal dem Grafen Amadeus von Savoien. Der Bischofvon Sitten, Wilhelm von Raron, und sein Oheim, der Frey-herr Wischard, Landeshauptmann, unterstützten diese Unterneh-mung. Man vereinigte sich mit den Mayländern; die eidsge-nöffische Besatzung wurde verjagt, und man beschuldigte den Lan-deshaupmann, noch mit drohender Erbitterung von den Eidöge-vossen gesprochen zu haben.

Abgeordnete von Uri und Unterwalden brachten ihre Klagenüber die unnachbarliche Unterstützung ihrer Feinde und über Raronselbst an das Volk von Ober-Wallis. Schon gährte bey demselbenUnzufriedenheit über diese eigenmächtige That ihrer Vorsteher,über längst empfundene Härten und Anmaßungen derselben. Ei-nige aus dem Eschenthale zurückkehrende Savoier wurden ent-waffnet. Raron wollte die Thäter bestraft wissen. Endlich er-richteten die Mißvergnügten die berüchtigt gewordene Maze. Ein

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