wurde Regen-berg wieder geräumt. Von dem durch andereUnruhen beschäftigten Oesterreich war wenig Hülse zu erwarten.Der Markgraf und der Adel hofften diese von den zügellosenScharen der Armagnaken, welche, wie einst diejenigen Couch'-,ihren eigenen Herren furchtbar wurden. Dennoch unterließen dieEidsgcnoffen nicht-, ihre Unternehmungen gegen die Churfürstenund Fürsten zu entschuldigen. Nicht- desto weniger waren dieSchritte des Concilium- und des von demselben gewählten, mil-den Papste- Felix V (vorher Herzog Amadeus I von Savoicn),den die Eid-genossen damahls anerkannten, zu Erzielung desFriedens ohne Erfolg. — Gegenseitige Streifereyen vermehrtennur die Verwüstung und da- Elend des Landes. In einer sol-chen verheerte die Besatzung von Aürich 15 Dörfer in der Gegendvon Aurzach. Ihre Unternehmungen gegen Bremgartcn und Weilmißlangen durch die Wachsamkeit der Besatzungen. — Aus- neuerückten 5 ooo bis 600a Mann aus den Waldstätten, Aug undGlarus plötzlich über den untern Albis (*) (AlbiSrieden) gegenZürich vor (22 Juli). Ueberrascht und ohne Krieg-zucht versuch-ten die Besatzung und die Bürger, Widerstand zu leisten. Durcheine Kriegslist in Verwirrung gebracht, flohen sie mit bedeuten-dem Verluste in die Stadt zurück, welche nur durch den Man-gel an Zusammenhange bey dem feindlichen Angriffe der Erobe-rung entging. Als Held büßte Stüfii, ohne zu wanken, seinepolitische Schuld, und trug durch seinen Widerstand an derSihlbrücke, unter welcher der Fluß in weit höherm Bette alsletzt durchstoß, viel zur Rettung der unglücklichen Vaterstadtbey. Mehrere seiner entschiedensten Freunde fielen unter den letz-en, welche bey der allgemeinen Auflösung zurück wichen.
Von Aürich zogen die EidSgenoffcn nach Baden und ver-wüstend am rechten Limmat- und Seeufer nach RappcrSweil,welches sie vergeblich belagerten, indeß die Bürger mehr ausOesterreich vertrauten, als der Markgraf, der, wie die Vorlaube,
C) Nicht den obern, wie mehrere Schriftsteller zu glauben scheinen.