Band 
Erster Band.
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Bern« betrachtet. Aber nachdem man Sillmen und den Dieß»^chen nachgegeben hatte, war jetzt ein strenges Festhalten anden alten Bundesverhältniffen zu spät. Man empfand daS drin-gende Bedürfniß und eilte, den Bedrängten zu helfen. Lud-wig XI hatte nichts gethan, unter Verwänden und dem fröm-melnden Scheine einer Wallfahrt sich nach Lion begeben, um dieEreignisse in der Nähe zu beobachten, und je nach dem ErfolgeHendeln zu können. Beyden Theilen heuchelte er Freundschaft.Alles, was Bern aufbringen konnte, seine Verburgrechtcten, dieHülfe von GrierS, alle Eidsgenosfen (nur die entferntesten ereil-en nicht mehr die entscheidende Stunde) Basel, die Vereini-gung und eine starke Voröer-Oesterreichische Hülfe, im Ganzenüber Zv,ooo Mann waren, ungeachtet des anhaltenden Regens,a>n 22 Juni auf den Anhöhen südwestlich von Murten versammelt,auch der junge fünf und zwanzig jährige Herzog Renat durch Fein-es Land zu ihnen herbey geeilt. Ihn und eine große AnzahlEidsgenossen schlug der ehemahlige Schweizerfeind, Graf OSwaldu»n Thierstein, zu Rittern.

Ein eidSgenössischer KriegSrath berathschlagte damahls nicht,ub man angreifen wolle, sondern nur über die wirksamste WeisebiS Angriffes. HanS von Hallweil befehligte die Vorhuth und>n der Schlacht den rechten Flügel; Waldmann, welchem Wil-helm Herter von Straßburg zugegeben wurde, den GewaltSHau-^n oder das Haupttreffe»; Caspar Hertenstein von Luzern die^achhuth. Zum ersten Mahle kämpften die Eidsgenossen in einerw"t entfalteten Stellung. Man übersah aus dem Walde dasgroße Burgundische Heer hinter starken lebendigen Hecken undklnein Graben in tiefer Schlachtordnung, das Geschütz vor der-irlben aufgestellt. Als die Reisigen die eidSgenössischen Befehls-haber aufforderten, mit ihnen eine Wagenburg zu beziehen undrinen Angriff zu erwarten, antwortete, indeß die andern schwie-Felix Keller von Zürich: »Die Eidsgenossen sind sichgewöhnt, ihre Feinde anzugreifen," und bald waren die Ritterihnen zux Seite. „Ist Gott mit uns, rief nun Hallweil zu